Durchsuchungen in Spanien wegen Liechtensteiner Steueraffäre

16.07.2008 | 10:49

Im Zusammenhang mit der Affäre um Steuerhinterziehung über Liechtensteiner Bankkonten hat die spanische Justiz Ermittlungen gegen mindestens 60 Verdächtige eingeleitet. Am Dienstag seien bereits in mehreren Städten Spaniens rund 20 Wohnungen und Büros durchsucht worden, teilte die Polizei in Madrid mit. Festnahmen habe es aber nicht gegeben. Unter den Verdächtigen seien einige bekannte Unternehmer, hieß es. Ihnen werde vorgeworfen, mehr als 200 Millionen Euro am spanischen Fiskus vorbei nach Liechtenstein geschleust zu haben.

Spanien hatte ebenso wie andere europäische Staaten von Deutschland Namenslisten von Verdächtigen mit Bankkonten in Liechtenstein erhalten. Die Daten waren im April zunächst von den spanischen Finanzbehörden überprüft und dann an die Sonderstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung von Korruptionsvergehen übergeben worden. Diese leitet die Ermittlungen.

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