Spanien korrigiert Wachstumsprognose stark nach unten

25.07.2008 | 11:13

Die spanische Regierung hat ihre Konjunkturprognose kräftig nach unten korrigiert. In diesem Jahr sei nur noch mit einem Wachstum von 1,6 Prozent statt der zunächst erwarteten 2,3 Prozent zu rechnen, teilte Wirtschaftsminister Pedro Solbes am Donnerstag in Madrid mit. Im kommenden Jahr werde die Wirtschaft statt der erwarteten 2,3 Prozent nur um 1,0 Prozent zulegen. Zudem sei 2009 mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 12,5 Prozent zu rechnen.

Ursache seien die internationale Finanzkrise, die gestiegenen Erdöl- und Rohstoffpreise sowie der Einbruch auf dem spanischen Immobilienmarkt, der auch den Bausektor stark belaste.

Wie das Nationale Statistik-Institut am Donnerstag mitteilte, ist die Arbeitslosigkeit auf den höchsten Stand seit Ende 2004 geklettert. Die Quote stieg im zweiten Quartal dieses Jahres auf 10,4 Prozent. Derzeit sind demnach knapp 2,4 Millionen Menschen in Spanien ohne Job, rund 210 000 mehr als noch im ersten Quartal. Allein im Bausektor gingen fast 90 000 Arbeitsplätze verloren.

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