Rafael Nadal bewegt Peking

05.08.2008 | 11:19
Nadal bei seiner Ankunft auf dem Flughafen von Peking.
Nadal bei seiner Ankunft auf dem Flughafen von Peking.

Rafael Nadal, zukünftige Nummer eins der Weltrangliste im Tennis, ist am Montag unter großem Medientrubel in Peking angekommen. Der Tennisstar aus Manacor musste unzählige Autogramme geben und wurde unter großem Sicherheitsaufgebot ins Olympische Dorf gebracht.

Nadal wird durch seinen Halbfinal-Einzug beim Masters-Turnier in Cincinnati den Schweizer Roger Federer nach viereinhalb Jahren als Nummer 1 ablösen. Der Spanier muss nach dem Verpassen des Endspiels aber bis zum 18. August auf die offizielle Krönung warten.

Dass Nadal bereits der Gejagte ist, ließ ihn Serbiens große Herren-Hoffnung spüren. Australian-Open-Sieger Novak Djokovic stoppte am Samstag (Ortszeit) mit 6:1, 7:5 Nadals persönliche Rekordserie von 32 Siegen in Folge. Der Weltranglisten-Dritte traf im Endspiel am Sonntagabend auf den Schotten Andy Murray, der mit 6:4, 6:4 über den Kroaten Ivo Karlovic sein erstes Masters-Endspiel erreichte.

Nadal hatte am Freitag im Viertelfinale mit 7:6 (7:3), 6:1 über Nicolas Lapentti aus Ecuador nach drei Jahren als Nummer 2 schon sein großes Ziel erreicht. "Ich bin sehr glücklich, denn die Nummer 1 ist ein Geschenk für die viele Arbeit in der Vergangenheit", sagte Nadal, "andererseits will ich oben bleiben. Mein Ziel ist, bei den Olympischen Spielen und den US Open weiterzumachen - also keine Zeit zum Freuen." Die Regentschaft Federers, der seit dem 2. Februar 2004 oben steht, endet aber erst in Peking. Nur mit einem Turniersieg hätte sich Nadal bereits an diesem Montag vorbeigeschoben.

Nach der Niederlage gegen Djokovic, die erste für Nadal seit dem 7. Mai, erinnerte der Sieger der French Open und von Wimbledon artig daran, dass er den Top-Platz noch nicht innehat. "Er will auch die Nummer 1 werden, oder?", sagte Nadal über Djokovic, der während der Partie nach eigenen Worten nicht an die Siegesserie seines Gegners und dessen Sprung auf den Thron gedacht hat. "Niemand ist unschlagbar. Aber so wie er gespielt hat, dachten wir alle, er würde sobald nicht verlieren", sagte Djokovic, der schnell 5:0 führte und verkündete: "Ich weiß, wie man ihn auf Hartplätzen schlägt."

Doch eine Woche nach seinem Turniersieg in Toronto zeigte sich Kraftpaket Nadal zufrieden mit seinem Abschneiden in Nordamerika, wo er stark wie nie zuvor auftrumpfte. Seit Einführung der Computer- Weltrangliste vor 35 Jahren wird der Rechtshänder, der Tennis aber mit links spielt, der 24. Spitzenreiter. Nach seinem Mentor Carlos Moya und Juan Carlos Ferrero ist der 22-Jährige von Mallorca der dritte Spanier, der die Rangliste anführt.

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