Pilotprojekt: Thunfische mit Mini-Sender

15.08.2008 | 11:14
Durch industrielle Fangmethoden haben sich die Bestände des Roten Thun stark reduziert.
Durch industrielle Fangmethoden haben sich die Bestände des Roten Thun stark reduziert.

Auf den Balearen startet ein Pilotprojekt, in dem das Verhalten der vom Aussterben bedrohten Roten Thunfische erforscht und Schritte für eine ausgedehnte Schutzzone geprüft werden sollen. Wie ein Vertreter des spanischen Umweltministeriums am Donnerstag in Pollença erklärte, sollen rund 50 Exemplare mit Mini-Sendern ausgestattet werden, die Daten über Bewegungen, Tauchtiefen und sonstiges Verhalten der Tiere registrieren. Man wisse bislang nur wenig über das Verhalten der Thunfische in den balearischen und türkischen Gewässern sowie im Atlantik.

Der Rote Thunfisch ist durch die Überfischung der vergangenen Jahre vom Aussterben bedroht. Wurden im Jahr 2000 noch 15.000 Tonnen in den balearischen Gewässern gefangen, waren es 2006 nur noch 2.000. Ein Schutzgebiet würde auch anderen bedrohten Arten wie dem Schwertfisch oder Meeresschildkröten zugute kommen.

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