Auch Leonors Ausbildung beginnt

16-09-2008  
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Bereits wenige Stunden nach der Geburt seiner ersten Tochter hatte Kronprinz Felipe im Winter 2005 angekündigt: "Leonor wird eine Ausbildung erhalten, mit der sie die schweren Herausforderungen der Zukunft meistern kann." Am Montag war es dann soweit: Die blonde Infantin, die eines Tages spanische Königin werden soll, wurde in Madrid eingeschult. Leonor ist zwar noch nicht ganz drei Jahre alt, aber im Umgang mit der Presse ist sie schon ein kleiner Profi. Stets lächelnd und mit einem schicken rosafarbenen Ranzen auf dem Rücken winkte sie den zahlreichen Fotografen zu und rief dann: "Heute gehe ich in die Schule der Großen!"

Felipe und Prinzessin Letizia schauten ihr voller Stolz zu. Schließlich wird dieser Tag in die Biografie ihrer Tochter eingehen, wie die Presse schrieb. "Das ist mein schönstes Geburtstagsgeschenk", sagte Letizia, die am Montag 36 Jahre alt wurde. Und Felipe (40) fügte hinzu: "Auf diesen Tag hat sich auch Leonor schon lange gefreut."

Die ältere Tochter des Kronprinzenpaares besucht dieselbe Privatschule wie einst ihr Vater. Sie liegt in der Nähe des Zarzuela- Palasts. Für 650 Euro im Monat wird sie dort nicht nur lesen und schreiben lernen, sondern kann sich auch Wahlfächer aussuchen: Klavier, Geige, Querflöte, Zeichnen, Theater, Tanz oder Chinesisch. Leonor besucht zwar wie in Spanien üblich zunächst die Vorschule, aber auch dort geht der Unterricht schon von 9.30 bis 17.30 Uhr.

Ihre Eltern haben sich bewusst für eine laizistische Schule entschieden, wenngleich Leonor, die am 31. Oktober drei wird, auch Religionsunterricht erhält. Sie legten auch Wert darauf, dass sie in eine gemischte Schule mit Jungen und Mädchen geht und keine Sonderbehandlung erfährt. Als erster Thronfolger überhaupt hatte ihr Vater seinerzeit mit anderen Kindern in einer Klasse gesessen.

So wird Leonor auch mit ihren Kameraden im Speisesaal zu Mittag essen. Die Uniform ist für sie ebenfalls Pflicht: Grauer Rock, weißes Polo-Shirt und blauer Pullover. Dass "Doña Leonor", wie sie bereits in Spanien genannt wird, aber doch kein gewöhnliches Schulkind ist, beweisen die verschärften Sicherheitsvorkehrungen: Die Mauer wurde erhöht, es gibt mehr Gitter als vorher, und die Eingangspforten wurden verstärkt. Dies schützt auch vor Paparazzi.

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