Erstmals Bärenattacke in den Pyrenäen

27.10.2008 | 09:46

Zwölf Jahre nach dem Beginn der Neuansiedlung von Braunbären in den spanischen Pyrenäen ist erstmals ein Mensch von einem der Tiere angefallen worden. Das Opfer sei ein 74 Jahre alter Jäger, teilten die Behörden am Freitag mit. Der Mann sei während einer Wildschweinjagd nahe Les im Arán-Tal auf eine Bärin gestoßen, die auf ihn losgegangen sei. Sie habe ihn ins Bein gebissen und mit der Pranke am Arm verletzt. Der Jäger berichtete, er sei zu Boden gefallen. Dabei habe sich ein Schuss gelöst, und das Tier sei geflohen. Die Wunden des Jägers mussten im Krankenhaus genäht werden. Die Bärin soll eingefangen werden, ordneten die Behörden an.

Es handele sich vermutlich um das Weibchen "Hvala", das 2006 in der nordostspanischen Bergregion ausgesetzt worden war. Die aus Slowenien stammende Bärin ist etwa sechs Jahre alt und rund 100 Kilogramm schwer. Unter französischer Führung war 1996 damit begonnen worden, den Braunbärenbestand in den Pyrenäen aufzufrischen. Derzeit werden in dem Grenzgebiet rund zwei Dutzend der gefährdeten Raubtiere vermutet. Schafzüchter und Landwirte haben gegen die Neuansiedlung immer wieder protestiert.

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