Reitstall-Skandal: Zwölf PP-Politiker vor Gericht

02.12.2008 | 10:50
Auf der Anklagebank: Ein Dutzend PP-Vertreter.
Auf der Anklagebank: Ein Dutzend PP-Vertreter.

Unter großem Medienaufgebot hat am Montag in Palma der Prozess um offenbar gefälschte Gutachten für einen angeblichen Reiterhof begonnen, in den insgesamt zwölf Politiker der konservativen Volkspartei (PP) verstrickt sind. Der Hauptangeklagte Sebastià Vidal, Ex-Bürgermeister von Ses Salines, hatte sich von zahlreichen Parteikollegen in den Rathäusern anderer Gemeinden schriftlich bestätigen lassen, dass Mitglieder einer Reitvereinigung in ihren Gemeinden aufgetreten waren. Auf diese Weise sollte Vidals Finca außerhalb des Ortskerns als Sitz der Reitervereinigung legalisiert werden. Die Bürgermeister bestätigten Auftritte der Reitervereinigung seit dem Jahr 1995, obwohl diese erst 2001 offiziell gegründet worden war.

Einige der angeklagten Bürgermeister sagten aus, sich von Vidal betrogen zu fühlen. Andere gaben an, sich nicht mehr an die Unterschrift zu erinnern. Auf der Anklagebank Platz nehmen mussten am Montag neben Vidal Andreu Prohens, Ex-Bürgermeister von Campos, Catalina Soler, Ex-Bürgermeisterin von Felanitx, Joan Jaume, früherer Bürgermeister von Lloret, Miquel Vidal, Bürgermeister in Santanyí, Joan Jaume, kommissarischer Bürgermeister von Llucmajor, Antoni del Olmo, Ex-Bürgermeister von Santa Margalida sowie weitere Gemeindevertreter.

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