Spanien

Spitzelaffäre erschüttert konservative Volkspartei

23.01.2009 | 10:47

Eine Spitzelaffäre erschüttert die konservative Volkspartei (PP) in Spanien. Im Rahmen eines innerparteilichen Machtkampfs seien führende Mitglieder der Partei ausspioniert worden, enthüllte die Zeitung "El País" am Donnerstag. Nach Angaben des Blatts soll die PP-geführte Regierung der Region Madrid ehemalige Polizeibeamte darauf angesetzt haben, Gegenspieler der Regierungschefin Esperanza Aguirre zu bespitzeln.

Aguirre hatte nach der PP-Niederlage bei den spanischen Parlamentswahlen vor knapp einem Jahr Ansprüche auf den Parteivorsitz signalisiert. Zudem liefert sie sich seit Jahren einen heftigen Machtkampf mit dem Madrider Bürgermeister Alberto Ruiz Gallardón, der ebenfalls der PP angehört. Laut "El País" wurden der Stellvertreter des Bürgermeisters und ein Vertrauter des PP-Parteichefs Mariano Rajoy ausspioniert. Die Spitzel nahmen Fotos auf und hielten fest, mit wem die beobachteten Politiker sich trafen. Aguirre äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen. Die PP-Generalsekretärin María Dolores de Cospedal ordnete eine Untersuchung an und drohte den Verantwortlichen mit "härtesten Strafen".

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