Weniger Touristen in Spanien - Deutsche bleiben Mallorca treu

22.01.2009 | 00:00

Die Zahl der ausländischen Touristen ist in Spanien 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent auf 57,4 Millionen zurückgegangen. Vor allem viele Briten und Franzosen verzichteten auf einen Spanien-Urlaub, teilte das Madrider Tourismusministerium am Mittwoch mit. Die Zahl der deutschen Touristen blieb dagegen mit 10,0 Millionen etwa auf dem Stand des Vorjahres.

Die Deutschen rangierten unter den Spanien-Touristen an zweiter Stelle, hinter den Briten mit 15,7 Millionen (minus 3,0 Prozent) und vor den Franzosen mit 8,1 Millionen (minus 8,5 Prozent). Tourismus- Staatssekretär Joan Mesquida wertete den Rückgang der Urlauberzahl als nicht gravierend. Spanien habe damit wieder das Niveau von 2006 erreicht. Eine Wiederholung der Touristenzahl von 2007 sei nicht zu erwarten gewesen, weil dies ein "Rekordjahr" gewesen sei.

Wichtige Ferienregionen in Spanien erlebten einen kräftigen Rückgang der Urlauberzahlen. Katalonien, das wichtigste Reiseziel in Spanien, lockte 6,7 Prozent weniger Touristen an. In Andalusien betrug das Minus 4,0 und auf den Kanaren 1,0 Prozent. Dagegen verzeichneten die Balearen einen Zuwachs von 1,4 Prozent. Dies ging vor allem darauf zurück, dass die Deutschen trotz der Wirtschaftskrise auf ihren Mallorca-Urlaub nicht verzichten wollten und das Wegbleiben britischer Touristen ausglichen. Madrid verzeichnete gar ein Plus von 3,6 Prozent.

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