Nadal muss warten: Schwerer Sturm verhindert Davis-Cup-Auftakt

06.03.2009 | 12:12

Ein schweres Unwetter hat Titelverteidiger Spanien und den mallorquinischen Superstar Rafael Nadal den Davis-Cup-Auftakt gegen Serbien verhagelt. In der Urlauber-Hochburg Benidorm hielt die extra aufgebaute 25 Meter hohe Haupttribüne dem Sturm, der am Donnerstag über dem Ort wütete, nicht stand. Wegen Schäden an der Struktur wurde das für Freitag geplante Auftaktmatch um einen Tag verschoben. "Die erste Partie geht an den Orkan", schrieb die Zeitung "El País".

Spanien beginnt die Titelverteidigung auf einem Parkplatz. Nadal & Co treten zur Erstrundenpartie auf einem Gelände an, auf dem sonst Autos abgestellt werden. Neben dem Vergnügungspark "Terra Mítica" wurde eine riesige Tennis-Arena eigens für das Achtelfinalspiel errichtet.

Die Partie Spanien gegen Serbien hat es in sich, denn sie lässt den Weltranglisten-Ersten Nadal auf die Nummer drei, Novak Djokovic, treffen. "Das wird kein Spaziergang für uns", prophezeite Nadal. Er hatte in der vorigen Woche auf seine Teilnahme am Turnier in Dubai verzichtet, um für den Davis Cup fit zu sein. Djokovic sicherte sich in Dubai prompt den Titel. Nun rechnet er sich auch für den Davis Cup eine Chance aus: "Wir haben viele Jahre nicht in der Weltgruppe gespielt, aber wir können es mit jedem Gegner aufnehmen."

Damit genügend Fans das Duell Nadal-Djokovic miterleben und Spanien anfeuern können, wurde beim Stadion an nichts gespart. Das Provisorium in dem Badeort am Mittelmeer bietet einer Kulisse von 16 000 Zuschauern Platz, mehr als die Grand-Slam-Arenen in Melbourne, Paris oder Wimbledon. Auf dem Parkplatz neben Karussells und Achterbahnen wurde in zweieinhalb Wochen eine 25 Meter hohe Tribüne hochgezogen.

Gespielt wird auf einem Sand-Belag, wie er den Spaniern am liebsten ist. Auf Sandplätzen verlor Nadal zuletzt nur drei von 122 Spielen. Auch sonst spricht die Statistik für den Titelverteidiger: Spanien ist im Davis Cup seit zehn Jahren daheim ungeschlagen. Allerdings muss das Team auf den verletzten Fernando Verdasco verzichten. Der Weltranglisten-Zehnte hatte im November in Argentinien den entscheidenden Punkt zu Spaniens 3:1-Erfolg geholt.

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