Nur Deutsch oder Englisch: Geldbußen für Ladenlokale

04.03.2009 | 08:52

Die balearische Landesregierung hat in den vergangenen sechs Jahren 21 Verfahren gegen Ladenlokale auf den Inseln eröffnet, die Kunden nur auf Deutsch oder Englisch bedienten und auch die Beschilderung nur in diesen beiden Sprachen abgefasst hatten. Vorgeschrieben ist, dass Kunden in mindestens einer der beiden offiziellen Sprachen, Katalanisch oder Spanisch, bedient werden. Der zuständige Abteilungsleiter im Handelsministerium, Pere Trias, betonte, dass es hier nicht nur um eine Diskriminierung des Katalanischen, sondern auch des Spanischen gehe. Einige Angestellte hätten nicht einmal diese Sprachen verstanden.

Die meisten der betroffenen Lokale befinden sich laut Trias in Touristenzonen, aber auch in Palmas Innenstadt. Häufig seien die Verstöße darauf zurückzuführen, dass die Gesetzgebung nicht ausreichend bekannt sei. In einem Fall war eine Untersuchung eröffnet worden, nachdem der Angestellte einer Tankstelle sich geweigert hatte, einen katalanisch sprechenden Kunden zu bedienen. Wie Trias versichert, sei der Kunde jedoch von einem anderen Mitarbeiter bedient worden.

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