Spanier demonstrieren gegen Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise

19.03.2009 | 09:18

Tausende Spanier haben in Barcelona gegen Massenentlassungen und Arbeitslosigkeit demonstriert. Die Kundgebung in der katalanischen Metropole war der erste große Arbeitnehmer-Protest gegen die Regierung des sozialistischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero seit Beginn der Wirtschaftskrise. An der Demonstration nahmen nach Presseberichten vom Sonntag etwa 15 000 Menschen teil. Die Gewerkschaften, die zu der Kundgebung am Samstag aufgerufen hatten, bezifferten die Zahl der Teilnehmer auf 50 000.

In Madrid gingen unterdessen Tausende von Polizisten für eine bessere Entlohnung auf die Straße. An der Kundgebung beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter 25 000 Beamte der Nationalen Polizei. Das Innenministerium nannte eine Zahl von 7000 Demonstranten. Die Polizisten protestierten dagegen, dass sie schlechter bezahlt werden als die Beamten der Gemeinde-Polizei sowie der regionalen Polizei-Einheiten in Katalonien und im Baskenland. Das Innenministerium erklärte, aufgrund der Wirtschaftskrise und knapper Mittel könne es der Forderung der Polizisten kaum nachkommen.

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