Abrissbescheid in Llucalcari: Knöllchen für den Bürgermeister

15.04.2009 | 20:36

Der Bürgermeister von Deià, Jaume Crespí (Volkspartei, PP), ist vom Oberlandesgericht der Balearen dazu verurteilt worden, mit seinem persönlichen Vermögen dafür zu haften, dass ein Urteil zum Abriss illegal errichteter Häuser im Gemeindeteil Llucalcari bislang nicht umgesetzt worden ist. Wie die Zeitung "Última Hora" berichtet, sieht das Gericht zunächst die einmalige Zahlung von 600 Euro vor. Die Geldstrafe wird allerdings im Anschluss monatlich und schließlich wöchentlich fällig, solange bis die Häuser abgerissen sind.

Die umstrittenen vier Villen, die zum Teil Deutschen gehören, waren Ende der 80er Jahre an der Steilküste im Norden Mallorcas erbaut worden. Der Umweltschutzverband GOB hatte gegen den Bau in geschütztem Gebiet Anzeige erstattet und vor Gericht Recht bekommen. Die Baugenehmigungen seien illegal erteilt worden, heißt es im Urteil von 2005. Bürgermeister Crespí hatte argumentiert, dass die kleine Gemeinde unmöglich selbst für den Abriss aufkommen könne.

Empfohlene Links: Inselradio 95,8 | Mallorca mal 365 |