Flughafengebühren: Nachlass auch für Mallorca

15-05-2009  
Blanco (li.) mit Balearen-Premier Francesc Antich.
Blanco (li.) mit Balearen-Premier Francesc Antich. Foto: Lorenzo

Die Balearen sollen nun doch in den Genuss eines Nachlasses bei den Flughafengebühren kommen. Das hat der spanische Minister für Infrastruktur, José Blanco, am Donnerstag (14.5.) bei einem Besuch in Palma angekündigt, nachdem der Plan zunächst nur auf die Kanaren beschränkt gewesen war. Zudem sollen die Flughafengebühren in ganz Spanien im Jahr 2010 zunächst eingefroren werden. Blanco war auf die Insel gekommen, um Finanzierungsabkommen für den Straßenbau zu unterschreiben. Der Minister kündigte zudem an, dass innerhalb eines Monats ein weiteres Abkommen reif zur Unterschrift sein werde, das die Finanzierung zum Bau einer Straßenbahn zwischen Palma Zentrum und Flughafen regeln werde.

Die spanische Regierung hatte zuvor mit ihren in einem neuen Krisenpaket vorgesehenen Maßnahmen die Unternehmerschaft auf Mallorca gegen sich aufgebracht. So hatte der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero angekündigt, einen größeren Nachlass auf die Flughafengebühren auf den Kanaren zu gewähren. Dort sollen von Juli bis Dezember 30 statt nur 15 Prozent Nachlass aufgrund der Insellage gelten. "Wir haben die gleichen Reichte auf diesen Nachlass", schimpfte Josep Oliver, Vorsitzender des balearischen Unternehmerverbands, "das ist ein klarer Fall von Diskriminierung."

Madrid will zudem allen Fluggesellschaften, die mehr Reisende nach Spanien bringen, die Flughafengebühren erlassen. Damit solle der Tourismus als einer der strategisch bedeutsamen Sektoren der spanischen Wirtschaft angekurbelt werden. Danach müssen künftig die Fluggesellschaften, die im ersten Halbjahr 2009 mehr Passagiere als im zweiten Halbjahr 2008 nach Spanien befördern, keine Gebühren für die Nutzung der spanischen Flughäfen zahlen.

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