Strommarkt: Monopolvorwürfe gegen Stromversorger Gesa-Endesa

21.05.2009 | 10:14

Der spanische Netzbetreiber Red Eléctrica hat dem balearischen Stromversorger Gesa-Endesa vorgeworfen, die Liberalisierung des Strommarktes auf den Inseln zu erschweren. "Es ist kein Zufall, dass es auf den Balearen keine unabhängigen Generatoren gibt", sagte Luis Atienza, Präsident von Red Eléctrica, auf einer Pressekonferenz in Madrid am Mittwoch (20.5.). Der spanische Gesetzgeber sieht vor, dass auch auf den Balearen und den Kanaren im Juli 2010 Gesa-Endesa die alleinige Zuständigkeit über das Hochspannungsnetz abgeben muss und so der Strommarkt auf den Inseln liberalisiert werden kann, wie bereits im restlichen Spanien geschehen. Atienza nannte als Beispiel für funktionierenden Wettbewerb die Einrichtung von Windparks in Spanien. Der Prozentsatz von elf Prozent an der verbrauchten Energie habe nur erreicht werden können, weil das Netz nicht in der Hand eines Monopolisten liege.

Unterdessen hat Gesa-Endesa am Mittwoch ein neues Kontrollzentrum in Betrieb genommen, das dabei helfen soll, Stromausfälle zu verhindern. Das sei aber keine hundertprozentige Garantie, wie bei dem Unternehmen betont wurde. Das Zentrum hat 3,2 Millionen Euro gekostet, in ihm sollen fünf Kraftwerke überwacht werden.

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