Lärmvorschriften: Protest der Wirte auf Mallorca weitet sich aus

10.06.2009 | 11:44
Die Touristen wollen es lieber laut, argumentieren die Wirte.
Die Touristen wollen es lieber laut, argumentieren die Wirte.

Nach den Wirten der Vergnügungsmeile Punta Ballena in Magaluf wollen sich nun auch Unternehmer weiterer Urlaubsorte in der Gemeinde Calvià dem Protest gegen neue Lärmschutzvorgaben anschließen. Bei einer Versammlung am Dienstag (9.6.) nahmen auch Wirte aus Palmanova und weiterer Orte teil, um über Protestmaßnahmen zu beraten. Die Betroffenen kritisieren Kontrollen der Gemeinde Calvià, die Lärmbelästigungen Einhalt gebieten will. So haben Polizisten die Barbesitzer in den vergangenen Tagen darüber informiert, dass ab sofort die Musik auf den Terrassen ab 23 Uhr abgestellt werden müsse und zudem generell die Lautstärke am Tag um zehn Dezibel auf 65 Dezibel zurückgefahren werden müsse. Die Wirte haben daraufhin aus Protest für mehrere Stunden ihre Bars geschlossen. Die Vergnügungsmeile verliere an Attraktivität, sagte ein Vertreter der rund 20 Betreiber. Schon bei einem Fußballspiel oder dem Gespräch mehrerer Personen werde die Grenze überschritten. Die Vorgaben seien gerade in Zeiten der Krise unannehmbar.

Bei der Gemeinde Calvià wird auf eine neue Verordnung des balearischen Umweltministeriums verwiesen, die die Nachtruhe bereits ab 23 Uhr festschreibt. Zudem seien Anzeigen des Verbands der touristischen Unternehmer, Acotur, eingegangen, die sich auf bereits bestehende Verordnungen auf den Balearen und in der Gemeinde berufen. Die Inspektionen würden im Übrigen auch in den anderen Gemeindeteilen Calviàs durchgeführt werden.

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