Ermittlungen gegen Matas eingestellt

03.07.2009 | 09:35

Die spanische Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den früheren Balearen-Premier Jaume Matas wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei seinem Privatvermögen einstellen lassen. Der Politiker der Volkspartei PP, der nach dem Verlust der Regierungsmehrheit vor zwei Jahren die Politik verließ und inzwischen in den USA lebt, wird also keine Rechenschaft darüber abgeben müssen, wie er unter anderem einen Stadtpalast in Palma finanziert hat. Die Staatsanwaltschaft auf den Balearen hatte die Ermittlungen nach einer anonymen Anzeige aufgenommen und sechs Monate lang den Fall untersucht. Diese Frist ist nun abgelaufen, und die spanische Staatsanwaltschaft hat einer Verlängerung nicht zugestimmt.

Die Guardia Civil hatte nach Informationen des "Diario de Mallorca" bei ihren Untersuchungen festgestellt, dass das Vermögen des Ex-Premier in den vergangenen Jahren stärker zugenommen hat, als sich dies mit seinem Gehalt rechtfertigen lasse. Die Vorwürfe kreisten um eine Luxuswohnung in Palmas Altstadt, die Matas kurz vor Ende seiner Amtszeit erworben hatte. Er gab an, für die 700 Quadratmeter große Wohnung rund eine Million Euro bezahlt zu haben. Die Ermittler hielten diesen Preis für unrealistisch. Der Bewohner einer kleineren Wohnung desselben Gebäudes habe zwei Millionen Euro bezahlt. Matas ließ alle Vorwürfe von seinem Anwalt zurückweisen.

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