Mallorca-Touristen sparen, wo es geht

30-07-2009  
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Lieber doch den kleinen Salat? VIele Urlauber sparen. Foto: Ramon

Mallorcas Tourismusbranche verzweifelt in diesem Sommer an extrem sparsamen Touristen. Hoteliers berichten von Praktiken am Rande der Legalität. So versorgen sich Urlauber gern am Frühstücksbuffet mit Essen für den ganzen Tag - und nicht nur mit einem belegten Brot. Beobachtet wurde etwa, wie Hotelgäste Brotlaibe, Butter, Schinken und Käse im ganzen Stück davon tragen wollten. All-inclusive-Touristen sollen außerdem ihre Getränke zu niedrigen Preisen anderen Urlaubern anbieten, die kein Komplettpaket gebucht haben. Bei der Abendshow würden die Künstler vor leeren Stuhlreihen auftreten, weil die Zuschauer auf der Straße sitzen - um drinnen kein Geld für Getränke ausgeben zu müssen. Darüber hinaus nutzen laut den Hoteliers viele Touristen sowieso schon absolute Billig-Angebote für ihren Urlaub.

Eine nahezu skandalöse Praxis hat sich speziell bei britischen Urlaubern etabliert. Um die Betten belegen zu können, werden Vier- oder Fünfbettzimmer zu einem Festpreis verkauft. Zum Preis von 70 Euro pro Zimmer beispielsweise können dann so viele Personen, wie gewünscht wird, darin übernachten. Zudem ärgern sich die Hoteliers über Touristen, die trotz der Nutzung von Billigangeboten, wie etwa 30 Euro pro Nacht bei Unterbringung mit Halbpension, ein hohes gastronomisches Niveau erwarten. Das sei vor allem bei Franzosen der Fall. Die Zahlen für Juni belegen den Rückgang der Touristenausgaben, allerdings nicht in einem dramatischen Maß. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 4,1 Prozent weniger.

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