Die mutmaßliche Mutter des in Arenal gefundenen toten Säuglings ist am Freitag (7.8.) im niedersächsischen Seesen festgenommen worden. Sie wird verdächtigt, ihr Baby nach der Geburt in einer Wohnung in Arenal getötet und in einen Luftschacht geworfen zu haben. Die junge Frau war dort mit Freundinnen im Urlaub gewesen und war bei der Geburt offenbar allein gewesen. Die Festgenommene bestätigte inzwischen, das Kind zur Welt gebracht und zurückgelassen zu haben, wies aber die Vorwürfe der vorsetzlichen Tötung des Kindes zurück.
Mit der Festnahme kam die Oberstaatsanwaltschaft Braunschweig einem Auslieferungsersuchen aufgrund eines europäischen Haftbefehls der spanischen Behörden nach. Das Oberlandesgericht Braunschweig entscheidet demnächst, ob die 19-jährige Deutsche tatsächlich nach Spanien ausgeliefert wird. Auch die Staatsanwaltschaft Arnsberg, die gemäß des Wohnorts der Frau, Winterberg im Sauerland, für den Fall in Deutschland zuständig ist, hat ein Verfahren gegen sie eröffnet. Verfolgt werden kann sie aber wegen des mutmaßlichen Vergehens nur in einem der beiden Staaten.