Das Projekt der konservativen Vorgängerregierung, die Mallorca-Mühlen im Gemeindegebiet Campos zur Energiegewinnung umzurüsten, ist gescheitert. Stattdessen sollen sie nur noch für ästhetische Zwecke restauriert werden und Touristen als Fotomotiv dienen. Das sieht ein Abkommen vor, das die balearische Landesregierung und die Gemeinde Campos geschlossen haben. Das Rathaus soll im Jahr 300.000 Euro erhalten, um die Mühlen für touristische, schulische und kulturelle Zwecke zu erhalten. Zudem sollen Gärten rund um die Mühlen angelegt werden.
Das Millionen-Projekt, die früher zur Wasserförderung genutzten Mühlen so umzurüsten, dass sie Windenergie erzeugen, hatte der frühere balearische Ministerpräsident Jaume Matas (PP) initiiert, als er 2002 noch spanischer Umweltminister war. Es kam aber zu zahlreichen Verzögerungen und technischen Problemen. Die gewonnene Energie, die an den Stromversorger Gesa-Endesa verkauft werden könne, sei "lächerlich gering", sagte der jetzige balearische Umweltminister Miquel Àngel Grimalt (UM). Bislang wurden rund 50 Mühlen umgerüstet, insgesamt sollten nach den ursprünglichen Plänen 450 Mühlen Energie erzeugen.