Die finanzielle Krise des Fußball-Erstligisten Real Mallorca hat sich deutlich zugespitzt. Wie der "Diario de Mallorca" in seiner Freitagsausgabe berichtet, will der derzeitige Eigentümer Javier Martí Mingarro den Verein schnellstmöglich wieder verkaufen. In der Zeitung wird er mit den Worten zitiert: "In den Clubkassen gibt es keinen einen einzigen Euro mehr". Die Spielergehälter würden zurzeit mit den Fernsehgeldern gedeckt. Mitarbeiter anderer Abteilungen warten schon seit Monaten auf ihre Gehälter. Marti Mingarro hatte den Club erst vor drei Monaten für eine Summe von rund fünf Millionen Euro übernommen. Die Schulden des Club belaufen sich nach Angaben der Zeitung auf rund 85 Millionen Euro. Davon müssten Verpflichtungen in Höhe von 60 Millionen kurzfristig beglichen werden. Martí Mingarro erklärte, man habe ihm vor der Übernahme Real Mallorcas nicht die ganze Wahrheit über die finanzielle Situation gesagt. Die Banken hätten mittlerweile den Geldhahn zugedreht. Dem Club droht nun die Insolvenz. Die Zeitung "El Mundo" Hill erfahren haben, dass Stürmer Aduriz, mit derzeit fünf Treffern erfolgreichster Torschütze des Clubs, in den Wintermonaten verkauft werden soll. Weitere Hiobsbotschaft: Javier Martí Asensio, der Sohn des Clubeigners und gleichzeitig Geschäftsführer des Clubs, wurde am Donnerstag mit gesundheitlichen Problemen in eine Klinik in Madrid eingeliefert. Nähere Angaben über seinen Zustand wurden nicht gemacht. Im Hinspiel des Königspokjals am Donnerstagabend in Valladolid wurde der Club auf institutioneller Seite durch Talentspäher Toni Prats vertreten, da auch Präsident Tomeu Vidal nicht mitgereist war. Real Mallorca unterlag in Valladolid mit 1:2, hat sich damit aber alle Chancen auf ein Weiterkommen erhalten. Das Rückspiel findet am kommenden Donnerstag im Stadion Son Moix statt. Am Sonntag muss der Club vor heimischem Publikum gegen Racing Santander antreten. Anpfiff im Stadion Son Moix ist um 17 Uhr.