Der erste Baum des Tui-Walds auf Mallorca ist gepflanzt: Tui-Deutschland-Chef Volker Böttcher und der balearische Umweltminister Miquel Àngel Grimalt (Unió Mallorquina) haben am Montag (26.10.) eigenhändig zum Spaten gegriffen, um das Projekt im Naturpark Llevant bei Artà im Osten Mallorcas zu starten. Im Rahmen des Wiederaufforstungsprojektes sollen innerhalb der kommenden fünf Jahre auf einer Fläche von 48 Hektar insgesamt 57.600 Kiefern und wilde Olivenbäume gesetzt werden.
Die beiden Sorten wurden ausgewählt, weil sie besonders schnell Wurzeln schlagen und so den porösen Feldboden aufbrechen können. Die anspruchsloseren Kiefern wiederum werden an den höchsten Stellen gepflanzt, wo die Sonneneinstrahlung am stärksten ist. Dadurch werde Bodenerosion verhindert, das ursprüngliche Landschaftsbild wiederhergestellt und ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet, heißt es bei der Tui. Auf den Hügeln in Küstennähe standen einst Wälder, die vor Jahrzehnten Bränden zum Opfer fielen.
Der Reiseveranstalter will für jeden Mallorca-Gast 50 Cent in das Projekt einzahlen, außerdem hätten Urlauber die Möglichkeit, sich mit Spenden an dem Wald zu beteiligen, hieß es. Wer mindestens zehn Euro gibt - so viel kostet in etwa ein Baum - soll namentlich auf einer Tafel im Naturpark als Sponsor erwähnt werden. Das Gesamtbudget für das Wiederaufforstungsprojekt beläuft sich auf 663.000 Euro.
Der Tui-Wald habe Vorbildcharakter, so Umweltminister Grimalt, Touristen und Mallorquiner könnten sich daran erfreuen. Böttcher betonte, dass der Wald für das langjährige Umweltengagement der Tui stehe. "Das Besondere ist, dass ihn in ein paar Jahren unsere Gäste schon aus dem Flugzeug heraus sehen und ihn auf Wanderungen erleben können."