Balearen-Regierung kürzt Gehalt von Katalanisch-Dozenten

Gehälter waren "überdimensioniert"

12.11.2009 | 11:18

Die Sparpläne der Balearen-Regierung treffen nun auch Katalanisch-Dozenten auf Mallorca. So werden mehrere Zuschläge gekürzt, aufgrund der Lehrer, die Kurse für das Lehrpersonal an öffentlichen Schulen geben, bis zu 900 Euro mehr pro Kurs erhielten. Die Unterrichtsstunde wird bereits mit einem Grundgehalt von 75 Euro vergütet.

Betroffen sind 45 Dozenten. Für einen 60-stündigen Kurs wurden bislang 5.400 Euro gezahlt, inklusive Zuschläge für Aufsichtsstunden bei Prüfungen, Korrekturarbeiten und individuelle Hilfen für Kursteilnehmer. Nach den Kürzungen werden noch 4.500 Euro pro Kurs gezahlt. Die Gehälter seien etwas überdimensioniert gewesen, heißt es im balearischen Erziehungsministerium. Es gebe Verständnis für die Kürzungen angesichts der angespannten Haushaltslage. Um weiter Geld zu sparen, wurden auch die Kursgruppen neu aufgeteilt.

Auf den Balearen muss mindestes die Hälfte des Unterrichts auf Katalanisch abgehalten werden, in öffentlichen Schulen sind es in der Praxis meist hundert Prozent. Die Lehrer müssen ihre Katalanisch-Kenntnisse gesondert nachweisen.

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