Mehrheit der Vermieter auf Mallorca prellt Fiskus

Die entgangenen Steuereinnahmen auf den Balearen werden auf rund 78 Millionen Euro geschätzt

27.11.2009 | 09:57

Die Mehrheit der Vermieter von Wohnungen auf Mallorca kassiert die monatlichen Mietzahlungen schwarz. Das geht aus einer Studie hervor, die die Gewrkschaft der Steuersachverständigen (Gestha) am Donnerstag (27.11.) vorgestellt hat. Demnach werden knapp 52 Prozent der Vermietungen auf den Balearen nicht in der Einkommensteuererklärung erwähnt, insgesamt 28.400. Der Schaden wird auf rund 78 Millionen Euro geschätzt. Die Reformen der vergangenen Jahre bei der Steuererklärung seien praktisch wirkungslos geblieben, heißt es. So kann die Steuerbehörde unter anderem auch Gas- und Stromrechnungen einsehen, um zu überprüfen, ob eine Wohnung tatsächlich leer steht.

In ganz Spanien wird die Zahl der schwarz vermieteten Wohnungen auf eine Million geschätzt. Nicht berücksichtigt in der Studie sind Ferienwohnungen, die auf Mallorca zum Großteil ebenfalls inoffiziell vermietet werden. Als Grundlage der Studie wurden Daten von Mietern, die Mietausgaben steuerlich absetzen, hochgerechnet. Bei der spanischen Steuerbehörde wurde darauf verwiesen, dass eigene Berechnungen zu einer geringeren Zahl von Steuersündern führten.

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