Die Gemeinden auf Mallorca haben ein halbes Jahr länger Zeit, um sich auf die Versorgung ausgesetzter Tiere vorzubereiten. Das sieht eine Einigung vom Dienstag (24.11.) zwischen der Stadtverwaltung von Palma und den Bürgermeistern des Umlandes vor. Die Balearen-Hauptstadt hatte zunächst ein Ultimatum bis Ende des Jahres gesetzt und damit gedroht, keine ausgesetzten Tiere mehr im städtischen Auffanglager Son Reus aufzunehmen. Da das Zentrum beständig überfüllt ist, waren die Gemeinden aufgefordert worden, zunächst selbst nach den Haltern zu suchen und sich Mikrochip-Lesegeräte zu besorgen. Die Bürgermeister hatten jedoch angeführt, dass ihnen Personal und Mittel fehlten und die Zeit zur Umstellung zu kurz sei.
Beim Inselrat hat unterdessen die Suche nach einem geeigneten Grundstück begonnen, um ein neues Tierheim im Umland zu bauen. Denkbar sei aber auch ein Abkommen mit einer Organisation, die bereits über Anlagen verfüge, oder auch die Bereitstellung von Mitteln, um diese auszubauen. So soll das Zentrum Son Reus entlastet werden. Nach Angaben der Stadt werden jedes Jahr rund 6.000 Hunde von der ganzen Insel nach Son Reus gebracht. Ausgelegt sei das Zentrum dagegen nur für 2.500 Tiere. Das Auffanglager steht bei Tierschützern seit langem in der Kritik, weil nicht abgeholte Tiere nach einer Übergangsfrist eingeschläfert werden.
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