Die Airlines in Spanien lehnen den Einsatz von Körperscannern unter anderem auf dem Flughafen von Mallorca ab. Wie ein Sprecher des Branchenverbands Aeca sagte, müsse die Sicherheit im Flugverkehr mit der Mobilität der Passagiere kombiniert werden. Ansonsten würden viele Menschen ganz auf das Fliegen verzichten und stattdessen bei kürzeren Strecken auf andere Transportmittel umsteigen. In jedem Fall müsse es eine einheitliche Regelung in ganz Europa geben.
Experten der EU wollen in diesen Tagen über Maßnahmen für mehr Sicherheit an Europas Flughäfen und den Einsatz der umstrittenen Körperscanner beraten. "Die Fachleute werden die aktuelle Situation analysieren und Vorschläge machen", sagte eine Kommissionssprecherin am Dienstag in Brüssel. Im Mittelpunkt stehen die Konsequenzen aus dem vereitelten Terroranschlag von Detroit.
Die EU-Kommission könnte dann einen erneuten Vorstoß zur europaweiten Einführung der Scanner an Flughäfen machen. Eine rasche Regelung wird aber nicht erwartet, da die aktuelle Kommission am Ende ihrer fünfjährigen Amtszeit angekommen ist und das neue Gremium frühestens zum Monatsende antritt. Auf Expertenebene sollen aber weitere Treffen in den nächsten Wochen folgen.
Bisher haben einige EU-Länder wie Großbritannien und die Niederlande bereits die Einführung von Körperscannern angekündigt, die Passagiere bis auf die Haut durchleuchten. Auch in Deutschland müssen sich Fluggäste schon bald auf die Kontrollen einstellen.
Nach Angaben der EU-Kommission können einzelne Mitgliedstaaten durchaus eigenständig Körperscanner einführen - eine Erlaubnis oder Regelung der EU ist dafür nicht nötig. Brüssel könnte die nationalen Regelungen aber angleichen. Die EU-Kommission hatte bereits 2008 einen ersten Vorstoß zur europaweitem Einführung der Scanner zur Passagierkontrolle gemacht, war aber am Widerstand des EU-Parlaments gescheitert, das massive Bedenken wegen des Datenschutzes und der Gesundheit von Flugpassagieren hatte.