Volkspartei PP erwägt Misstrauensvotum gegen Balearenregierung

Ministerpräsident Francesc Antich gegen Neuwahlen. Unió Mallorquina stimmt erstmals nach Rauswurf aus dem Regierungsbündnis zugunsten eines PP-Gesetzentwurfs ab

11.02.2010 | 12:05

Die Tage der Minderheitsregierung auf den Balearen könnten gezählt sein, denn der Vorsitzende der konservativen Volkspartei, José Ramón Bauzá, spielt mit dem Gedanken, einen Misstrauensantrag zu stellen. Mit den Stimmen der Kleinpartei Unió Mallorquina (UM), die aufgrund mehrerer Korruptionsfälle jüngst aus der Regierungsverantwortung entlassen wurde, könnte er den sozialistischen Ministerpräsidenten Francesc Antich und seine Ministerriege stürzen und vorgezogene Neuwahlen erzwingen.

Die Chancen auf Erfolg stehen nicht schlecht. Schließlich macht die UM keinen Hehl daraus, dass sie seit ihrem Rauswurf aus dem Mitte-Links-Bündnis mit der Oppositionspartei PP liebäugelt. So stimmte sie gestern für einen Gesetz, das die Volkspartei auf den Weg bringen möchte. Es sieht den Umzug der Guardia Civil aus Maó (Menorca) vor.

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