Das balearische Verkehrsministerium und die Polizei auf Mallorca kämpfen weiterhin gegen illegale Butterfahrten in den Gemeinden Calvià, Llucmajor und Sineu. Im vergangenen Jahr wurden durchschnittlich 25 Touristenbusse pro Monat kontrolliert. Insgesamt sechs Veranstalter wurden angezeigt, sie mussten Geldstrafen von bis zu 4.600 Euro zahlen. Zum Teil hatten der Verband der Fremdenführer auf die illegalen Praktiken aufmerksam gemacht. "Diese Leute haben nicht die geringste Befähigung, korrekte Auskünfte zu geben", sagt die Vorsitzende des Fremdenführerverbands, Magdalena Torrens.
Die Veranstalter der illegalen Butterfahrten locken meist Senioren am Morgen vor Hotels zu Gratis-Ausflügen über die Insel, etwa mit der Besichtigung der Kathedrale oder dem Besuch von Märkten in den Dörfern. Danach werden die Teilnehmer in einer Lagerhalle oder einem großen Restaurant in eine Art Verkaufsausstellung geführt. Dort werden sie etwa zum Kauf von Decken, Parfum oder sogar Matratzen animiert.
Touristen können unseriöse Veranstalter etwa daran erkennen, dass sie keine Fahrscheine ausgestellt bekommen und nicht konkret über den Ablauf der Tour informiert werden.