78 Prozent der von der Balearenregierung angeschafften Impfstoffe gegen die Schweinegrippe (auf Spanisch: Gripe A) werden bald nicht mehr verwendbar sein, weil im August dieses Jahres das Haltbarkeitsdatum überschritten wird. Von 178.150 Impfdosen lagen Mitte April noch 137.731 in den Kühlkammern des Gesundheitsministerium. Sie haben einen Wert von rund 964.000 Euro.
Insgesamt hat die Regierung der Balearen seit dem Ausbruch der Schweinegrippe 2009 Gegenmittel im Wert von 1,2 Millionen Euro eingekauft. Damit sollten insgesamt rund 161.000 Menschen geimpft werden. Sie zählten zu sogenannten Risikogruppen, darunter Schwangere, chronisch Kranke sowie Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes sowie des Gesundheitswesens. Vergangenen Winter starben auf den Balearen sechs Menschen durch den H1N1-Virus.
Das Gesundheitsministerium überlegt, die nicht verwendeten Impfstoffe an Entwicklungsländer zu spenden. Das sei sinnvoller als sie wegzuschmeißen. Unterdessen weisen Experten darauf hin, dass nur die erste Phase der Schweinegrippe-Welle vorüber ist, im kommenden Winter drohe die nächste. Und erfahrungsgemäß würden die zweiten und dritten Phasen einer Pandemie aggressiver verlaufen und hätten schlimmere Folgen. Grund zur Panik bestehe aber nicht, denn neue Impfstoffe stünden ab Herbst bereit.
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