5.000 Demonstranten protestieren auf Mallorca gegen Sparpolitik

15-06-2010  

Landesregierung gibt Streikbeteiligung am Dienstag mit weniger als zehn Prozent an, Gewerkschaftsvertreter sprechen von bis zu 70 Prozent

Mehr als 5.000 Personen sind am Dienstag (8.6.) auf Mallorca dem Aufruf der Gewerkschaften gefolgt und haben in Palma de Mallorca gegen die von der Zentralregierung in Madrid beschlossenen Gehaltskürzungen im öffentlichen Sektor protestiert. Vertreter der Gewerkschaften sprachen von der wichtigsten Demonstration seit dem Generalstreik im Jahr 2002.

Am Streik im öffentlichen Sektor beteiligten sich dagegen eher wenige Beamte und Angestellte. Die balearische Landesregierung gab die Beteiligung mit weniger als 10 Prozent an, bei den Gewerkschaften dagegen war von bis zu 70 Prozent die Rede. Ein Chaos blieb aus. Am stärksten bekamen den Streik die Schüler in den öffentlichen Schulen zu spüren, 16 Prozent der Lehrer blieben zu Hause, nach Gewerkschaftsangaben sogar 30 Prozent. Viele Eltern hatten ihre Kinder erst gar nicht zur Schule gebracht.

Im öffentlichen Personenverkehr kam es zu Verspätungen. Während die Busse fast wie gewöhnlich abfuhren, mussten am Bahnhof in Palma mehrere Zugverbindungen gestrichen werden. Auf dem Flughafen war abgesehen von längeren Schlangen bei den Personenkontrollen vom Streik wenig zu spüren.

Die geringen Auswirkungen sind zum einen damit zu erklären, dass die Regierung die Beamten zu Mindestdiensten verpflichtet hatte. Zum anderen wurde bei den Gewerkschaften darauf verwiesen, dass viele Beamte keine Gehaltskürzungen wegen der Arbeitsniederlegung in Kauf nehmen wollten.

Der 24-stündige Ausstand richtete sich gegen den Beschluss der sozialistischen Regierung in Madrid, die Beamtengehälter von Juni an um durchschnittlich fünf Prozent zu kürzen und im kommenden Jahr einzufrieren. Zum Streik aufgerufen wurden spanienweit rund 2,7 Millionen Beamte und Beschäftigte des öffentlichen Dienstes. Auch spanienweit wurde der Ausstand nur von einem geringen Teil der Staatsdiener befolgt. Nach Angaben der Gewerkschaften lag die Beteiligung in ganz Spanien bei 75 Prozent, laut Regierung dagegen bei lediglich elf Prozent.

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