Steuerprüfer schlagen in Häfen auf Mallorca zu

Verdacht auf Millionenbetrug: 30 Yachten festgesetzt

16-06-2010  
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Die Inspektoren vor Ort.
Die Inspektoren vor Ort. Foto: Ramon

Inspektoren der balearischen Steuerbehörde haben am Dienstag (15.5.) in mehreren Sporthäfen auf Mallorca mehr als 30 Luxusyachten wegen Verdacht auf Steuerbetrug festgesetzt. Betroffen sind Boote in den Häfen Puerto Portals, Port Adriano, Club de Mar, Club Náutico de Santa Ponça, Marina Port de Mallorca und Alcúdia Mar. Dabei handelt es sich vorwiegend um im Ausland zugelassene Yachten, die jeweils einen Wert zwischen 300.000 und 3 Millionen Euro haben. Der mutmaßliche Steuerbetrug wird auf mindestens 10 Millionen, womöglich sogar 30 Millionen Euro geschätzt.

Die Inspektoren der spanischen Steuerbehörde gehen in der bisher größten Razzia dieser Art auf Mallorca dem Verdacht nach, dass anfallende Steuern bei Yachten, die den Großteil des Jahres in Häfen auf Mallorca vor Anker liegen, nicht bezahlt worden sind. So sei beispielsweise nicht die vorgeschriebene Mehrwertsteuer sowie die Zulassungssteuer an den spanischen Staat abgeführt worden, hieß es.

Einige ins Visier der Fahnder geratene Bootseigner hatten ihre Boote offenbar auch Firmen auf Mallorca überlassen, um sie zu verchartern. Die Inspektoren gehen dem Verdacht nach, dass für die Einnahmen daraus ebenfalls keine Steuern abgeführt wurden. Ermittelt wird in der Sache bereits seit Anfang des Jahres.

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