Geologische Spuren eines Sees, der sich vor zwölf Millionen Jahren am heutigen Kreisverkehr von Conies in der Nähe des Krankenhauses von Manacor befand, bereiten den Behörden auf Mallorca Kopfzerbrechen. So prüfen Inselrat und Stadtverwaltung, welche Schutzmaßnahmen beschlossen werden müssen, um die prähistorischen Sedimente zu erhalten.
Zwei Geologen waren vor Kurzem auf die Spuren des früheren Sees aufmerksam geworden, der vor Millionen Jahren das Tramuntana-Gebirge von den Höhenzügen der Llevant-Küste trennte. Ausschlaggebend bei der Entstehung waren Bewegungen der Eurasischen und Afrikanischen Erdplatte vor rund 15 Millionen Jahren.
Die Sedimente kamen durch Bauarbeiten für den Kreisverkehr ans Tageslicht, der unter der konservativen Vorgängerregierung (2003-2007) entstanden war. Gefunden wurden außerdem Fossilien von Meerestieren. Die Geologen fordern nun, den früheren See zum Gebiet geologischen Interesses zu deklarieren. Schüler sollten Gelegenheit zu Exkursionen erhalten. Beim Inselrat wird darauf verwiesen, dass man zunächst das Gebiet genauer untersuchen wolle.