Nach einer mehr als hundertstündigen Fahndung hat die Guardia Civil auf Mallorca Alejandro Abarca gefasst, den mutmaßlichen Mörder von Ana Niculai. Mehrere Anwohner des Orts Búger zwischen Inca und Sa Pobla im Inselinnern hatten sich am Sonntag (25.7.) bei der Polizei gemeldet und berichtet, den Verdächtigen gesichtet zu haben. Polizei-Patrouillen durchkämmten daraufhin das Gebiet und fassten Abarca am Montagmorgen gegen 7.30 Uhr bei Can Frontera, in der Nähe der Kläranlage von Selva. Von dort wurde er nach Palma zur Vernehmung gebracht.
Der 32-jährige Spanier war nach einem Hafturlaub nicht in das Gefängnis von Palma zurückgekehrt. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann der 25-jährigen Ana Niculai am Montagmorgen (19.7.) in Palma auflauerte, als sie auf dem Weg zur Arbeit war. Zu diesem Zeitpunkt hätte sich der Verdächtige nach einem Hafturlaub am Wochenende wieder im Gefängnis einfinden müssen.
Niculai war am Montagmorgen mit dem Audi ihres Freundes von einer Siedlung der Gemeinde Llucmajor nach Palma gefahren. In dem Café, das sie zusammen mit einer weiteren Frau betreibt, kam sie jedoch nie an. Ihr Freund meldete sie daraufhin im Laufe des Tages als vermisst.
Der Wagen wurde am Montagabend auf einer Landstraße in der Nähe von Muro gefunden worden. Die Feuerwehr war dorthin ausgerückt, um den in dem Audi ausgebrochenen Brand zu löschen. Im Kofferraum wurde die verkohlte und gefesselte Leiche der Frau gefunden. Angehörige erkannten Habseligkeiten der Vermissten, die in dem Wagen lagen. Laut der Obduktion war die Frau vor dem Brand einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen. Offenbar wollte der Täter mit dem Brand seine Spuren verwischen.