Rund 400 Personen sind am Montagabend (19.7.) in Palma de Mallorca auf die Straße gegangen, um gegen die nächtlichen Trinkgelage von jungen Leuten zu protestieren. Sie forderten von Palmas Bürgermeisterin Aina Calvo ein härteres Vorgehen - der Konsum von Alkohol auf offener Straße müsse verboten werden. "Für ein friedliches Zusammenleben - nein zum Botellón" war auf Spruchbändern zu lesen. Die Saufgelage fügten zudem dem Image der Touristenstadt Schaden zu.
Die Stadtverwaltung von Palma versucht derzeit, des Problems mit einem erweiterten Einsatz der Reinigungskräfte, mehr Polizisten und Alternativangeboten für Jugendliche Herr zu werden. Zudem wurde eine neue Verordnung beschlossen, die ein härteres Vorgehen in bestimmten Gebieten erlaubt. Derzeit rotten sich am Wochenende nach Angaben der Organisatoren des Protestmarsches rund 15.000 Jugendliche am Paseo Marítimo in Palma zusammen, um gemeinsam auf der Straße billig Alkohol zu konsumieren. Anwohner beschweren sich über Schmutz und Lärm, Wirte über entgangene Umsätze.
Der Protestmarsch führte über den Paseo Marítimo bis zum Rathaus von Palma. Dort kündigten die Organisatoren weitere Aktionen an. "Nächste Woche werden wir ein Saufgelage vor dem Rathaus veranstalten."