Die Entscheidung des katalanischen Regionalparlaments, den Stierkampf zu verbieten, hat auch das diesjährige Stierkampf-Spektakel in Inca am Sonntag (1.8.) überschattet. Mehr als hundert Stierkampfgegner versammelt sich vor der Plaza de Toros in Inca, um auch ein Verbot des Stierkampfs auf Mallorca einzufordern. Besucher wurden ausgepfiffen und erhielten mehrsprachige Flyer, die die Grausamkeit der Tradition anprangerten. Sprecher von Tierschutzorganisationen zeigten sich optimistisch, ein Verbot auf Mallorca zu erreichen: Auf der Insel habe der Stierkampf kaum Tradition, die Anhänger seien in der Minderheit.
In Inca finden nur einmal pro Jahr zum jährlichen Stadtfest Stierkämpfe statt. In diesem Jahr wird zudem Jubiläum gefeiert, seit genau hundert Jahren werden die umstrittenen "corridas de toro" veranstaltet. Die beiden Toreros, "El Cordobés" und Miguel Abellán, zogen mehr Zuschauer in die Plaza de Toros als im vergangenen Jahr. "Die Demonstranten haben ein Recht darauf zu demonstrieren", sagte Torero Abellán. "Wir haben uns leider schon an ihre Beschimpfungen gewöhnt."