Innerhalb von drei Tagen haben Brände auf Mallorca und Ibiza mehr Wald auf den Balearen zerstört als in den vergangenen vier Jahren. Ein Feuer zwischen Petra und Son Serra de Marina an der Nordostküste von Mallorca vernichtete 1,4 Quadratkilometer Wald, ein Brand auf Ibiza sogar vier Quadratkilometer. Dort wütete bis Dienstag (24.8.) das Feuer in der Nähe einer Badebucht im Norden der Insel.
1999 waren auf Mallorca mehr als neun Quadratkilometer Wald verbrannt. 2009 fielen auf den Balearen insgesamt 0,63 Quadratkilometer Wald den Flammen zum Opfer, 2008 waren es 0,25. Balearen-Premier Francesc Antich bezeichnete das aktuelle Feuer auf Ibiza als eine "Umweltkatastrophe". Der Brand sei vermutlich von Badegästen ausgelöst worden, die in einer Höhle am Strand ein Feuer gemacht hatten. Ursprünglich hatte es geheißen, die Explosion in einem am Strand geparkten Auto sei die Ursache gewesen.
Inzwischen brachen auch auf Mallorca zwei Brände aus. Ein Feuer im Osten der Insel zerstörte mehr als 1,4 Quadratkilometer Wald. Der zweite Brandherd im nahe gelegenen Naturpark S'Albufar konnte nach Angaben der Behörden gelöscht werden.
Der Kampf gegen die Waldbrände auf Mallorca wurde erschwert, weil große Teile der Löschmannschaften bereits auf Ibiza im Einsatz waren. Die Feuerwehr hatte den Waldbrand auf Ibiza bereits am Montag unter Kontrolle gehabt. Ein heftiger Wind fachte die Flammen aber erneut an. 18 Löschflugzeuge und Hubschrauber waren im Einsatz. Am Sonntagabend waren am Strand von Benirràs 1.500 Badegäste mit Schiffen vor dem Feuer in Sicherheit gebracht worden.