Streit um Flugrabatt für Mallorca-Residenten

Die Zentralregierung will den 50-Prozent-Nachlass beschränken

07-09-2010  

Die Pläne der spanischen Zentralregierung, beim sogenannten Residenten-Rabatt zu sparen, haben auf Mallorca quer durch alle Parteien für massive Kritik gesorgt. Eine Reduzierung oder Beschränkung des Rabatts von 50 Prozent, den alle Balearen-Bewohner auf Flug- und Schiffsreisen zwischen den Inseln und dem spanischen Festland erhalten, sei inakzeptabel, sagte die Sprecherin der balearischen Landesregierung, Joana Barceló (PSOE). Die Pläne seien ein Schlag ins Gesicht, kritisierte Miquel Ramis, Generalsekretär der oppositionellen Volkspartei (PP). Vor allem die Art, wie man von den Plänen erfahren habe, sei inakzeptabel.

Der spanische Infrastrukturminister José Blanco hatte angekündigt, dass man es nicht weiter hinnehmen könne, dass einige wenige beim Residenten-Rabatt über die Maße profitierten. Ein Rabatt auf Flüge in der Business-Klasse sei nicht in Ordnung. Deswegen werde man ein Limit für die gewährten Subvention einführen. Allerdings machte der sozialistische Minister keine konkreten Angaben über eine geplante Beschränkung bei der Gewährung des Nachlasses.

Senator Pere Sampol (PSM) sprach sich ebenfalls gegen Kürzungen bei der Subvention aus. Allerdings könne man darüber nachdenken, sie in einer anderen Form zu gewähren. So würden die 50 Prozent ohnehin nicht beim Passagier ankommen, da die Airlines die Preise entsprechend angepasst hätten. Der Residenten-Rabatt soll dabei helfen, die Nachteile auszugleichen, die den Bewohnern der Balearen, Kanaren sowie von Ceuta und Melilla durch die abgelegene Lage entstehen. Nach und nach war der Nachlass auf 50 Prozent erhöht worden.

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