Projekt Playa de Palma: Scharfe Kritik auch von den Hoteliers

Sie wollen verhindern, dass die Zahl der Hotelbetten stark reduziert wird

03-09-2010  
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Nach dem Machtwort von Balearen-Premier Francesc Antich fallen nun auch die Hoteliers den Reformern von der Playa de Palma in den Rücken. So sprachen sich Vertreter der örtlichen Hoteliersbranche bei einem Treffen mit Antich am Donnerstag (2.9.) dagegen aus, die Zahl der Hotelbetten an der Playa de Palma von 43.000 auf 25.000 zu reduzieren, so wie das die Vorsitzende des Konsortiums zur Modernisierung der Playa de Palma, Margarita Nájera, angekündigt hatte. Eine solch starke Reduzierung hätte zur Folge, dass sich die Playa de Palma in ein Wohngebiet verwandle, warnte Verbandsvorsitzender Francisco Marín. Die Hoteliers sprachen sich zudem dafür aus, die Frist zur Einreichung von Eingaben, die am 6. Oktober ausläuft, zu verlängern.

Das Projekt zur Modernisierung der Playa de Palma ist in schwierige Fahrwasser geraten. Ministerpräsident Antich hatte Pläne des Konsortiums, 91 Wohnungen im Stadtteil Can Pastilla zu enteignen, vorerst gestoppt. Es könne nicht sein, dass Pläne, die für das eigentliche Projekt nicht von zentraler Bedeutung seien, den weiteren Weg erschwerten, so der Premier nach einem Treffen mit Betroffenen am Dienstag (31.8.). Er habe die Vorsitzende Margarita Nájera gebeten, Alternativen zu prüfen und mit den Anwohnern eine einvernehmliche Lösung zu suchen. Nur wenn der gesellschaftliche und politische Konsens gewahrt bleibe, könne man die Playa de Palma touristisch erfolgreich vermarkten.

Der Abriss von Häusern und Ladenlokalen sollte eigentlich Platz für einen Boulevard sowie Grünzonen schaffen. Die Maßnahmen sind Teil der ehrgeizigen Pläne zur Modernisierung der Playa de Palma, die voraussichtlich in den kommenden 15 Jahren umgesetzt werden.

Die oppositionelle Volkspartei (PP) hat Antich inzwischen daran erinnert, dass er seine Parteikollegin Nájera von ihrer Aufgabe entbinden könne, wenn ihm die Pläne nicht gefielen. Nach Informationen des "Diario de Mallorca" war die Initiative für das Machtwort von Palmas Bürgermeisterin Aina Calvo (PSOE) gekommen, offenbar aus Furcht vor dem Verlust von Wählerstimmen bei den Wahlen im kommenden Frühjahr. Die Regionalpartei Unió Mallorquina warf den anderen Parteien Populismus vor. Es sei klar, dass ein Projekt dieser Größenordnung nicht ohne Enteignungen und Abrisse vonstatten gehen könne.

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