Die Schüler auf Mallorca landen beim Pisa-Test im spanienweiten Vergleich auf den hinteren Plätzen. Wie der neue, am Dienstag vorgestellte weltweite Pisa-Schultest der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zeigt, haben die Schüler auf den Balearen Nachholbedarf beim Lesen, in Naturwissenschaften sowie im Fach Mathematik. Schlechtere Ergebnisse erzielten nur die Kanaren sowie die Regionen Ceuta und Melilla, in Mathematik außerdem Andalusien. Im Durchschnitt kamen die balearischen Schüler auf 457 Punkte, das spanische Mittel liegt bei 481.
Getestet wurden auf den Balearen insgesamt 1.463 Schüler. An Privatschulen wurden deutlich bessere Ergebnisse als an öffentlichen Schulen erzielt. Im balearischen Bildungsministerium wird dies darauf zurückgeführt, dass an öffentlichen Schulen alle sozialen Schichten vertreten seien. Die geringe Punktzahl auf den Balearen wird auch damit erklärt, dass es vergleichsweise wenige besonders gute Schüler gebe, die den Schnitt heben.
Insgesamt landete Spanien beim Pisa-Test im unteren Mittelfeld. Besonders schlecht schnitt das Land beim Lesen ab, schlechtere Ergebnisse lieferten nur die Länder Tschechien, Slowenien und Österreich. Deutschland hat im Vergleich zur letzten Studie aufgeholt, ist aber weiterhin deutlich vom Spitzenfeld entfernt.