Die Touristensteuer auf Mallorca kommt zum 1. Juli

Mit den Stimmen von Més, Sozialisten und Podemos wurde die Öko-Abgabe am Dienstag (22.3.) im Balearenparlament beschlossen

22.03.2016 | 18:15

Tarife: So viel soll es kosten

  • Fünf-Sterne- und Vier-Sterne-Superior-Hotels: 2 Euro (Nebensaison 1 Euro)
  • Vier-Sterne- und Drei-Sterne-Superior-Hotels: 1,50 Euro (Nebensaison 0,75 Euro)
  • Ein- bis Drei-Sterne-Hotels: 1 Euro (Nebensaison 0,50 Euro)
  • Ferienapartments (vier Schlüssel): 2 Euro (Nebensaison 1 Euro)
  • Ferienapartments (drei Schlüssel Superior): 1,50 Euro (Nebensaison: 0,75 Euro)
  • Ferienapartments (ein bis drei Schlüssel): 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • An Urlauber vermietete Privatwohnungen und Fincas: 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • Landhotels: 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)
  • Hostals, Pensionen und Campingplätze: 0,50 Euro (Nebensaison: 0,25 Euro)
  • Herbergen: 0,50 Euro (Nebensaison: 0,25 Euro)
  • Kreuzfahrtschiffe: 1 Euro (Nebensaison: 0,50 Euro)

Die Touristensteuer auf Mallorca und den anderen Baleareninseln kommt zum 1. Juli. Das hat das Balearenparlament am Dienstagabend mit den Stimmen von Més, PSOE und Podemos mit breiter Mehrheit beschlossen. Gegen die neue Ökoabgabe, die vor allem dem Umweltschutz und der Förderung des nachhaltigen Tourismus zu Gute kommen soll, waren weiterhin die Abgeordneten der konservativen Volkspartei PP. Die beiden Abgeordneten der regionalistischen Zentrumspatei El Pi haben sich enthalten.

Wie bereits im Vorfeld der alles entscheidenden Plenarsitzung von der oppositionellen Regionalpartei El Pi gefordert, wird die Steuer zum 1. Juli in Kraft treten. Je nach Unterkunftsart müssen Urlauber dann zwischen 0,50 und 2 Euro pro Tag bezahlen. In der Nebensaison gibt es 50 Prozent Rabatt, Kinder bis 16 Jahre zahlen nichts.

Fließen sollen die Einnahmen nicht nur in den Umweltschutz, sondern auch in die Innovation. Neu aufgenommen wurde in diesem Bereich die Forschung zur Bekämpfung des Klimawandels. Die Finanzierung sozialer Belange, etwa der Bau von Altenheimen, für die sich Més ausgesprochen hatte, wurde dagegen andgültig abgelehnt. Verteilt werden sollen die Gelder auf die vier Baleareninseln nach dem üblichen Verteilungsschlüssel, der etwa auch für die Finanzierung der Inselräte gilt.

Tourismusminister Biel Barceló (Més), der schon im Wahlkampf eine Neuauflage der Ecotasa des ersten Fortschrittspakts aus dem Jahr 2001 angekündigt hatte, zeigte sich nach dem Beschluss erleichtert und zufrieden. Die Befürchtungen der Hoteliers, die sich bis zuletzt gegen die Steuer ausgesprochen haben, zerstreute Barceló: Eine ähnliche Abgabe werde in vielen anderen Orten Europas und der USA erhoben und wirke sich nicht negativ auf den Tourismus aus. Nun gehe es darum, die Urlauber über Sinn und Zweck der Ecotasa zu informieren - denn mit der entsprechenden Information werde die Abgabe auf große Akzeptanz stoßen. /sts

auf Twitter teilen
auf Facebook teilen
Empfohlene Links: Inselradio 95,8 | Mallorca mal 365 |