Falsche Job-Angebote auf Mallorca

Die verzweifelte Suche nach Arbeit führt dazu, dass immer mehr Spanier auf betrügerische Stellenausschreibungen hereinfallen

21.11.2013 | 10:59
Niemals Geld zahlen, um sich vermeintlich eine Arbeitsstelle zu sichern
Niemals Geld zahlen, um sich vermeintlich eine Arbeitsstelle zu sichern

Kaum ein Tag vergeht, in der nicht irgendeine Zeitung über betrügerische Stellenangebote berichtet, auf die Arbeitslose bei ihrer verzweifelten Suche nach einem Job reinfallen. Der spanische Verbraucherverband Facua hat deshalb eine Liste mit den zehn häufigsten Betrügereien mit falschen Jobangeboten erstellt, um Arbeitslose zu warnen.

Ganz oben auf der Top-Ten-Liste warnt Facua vor unseriösen Angeboten, im Ausland zum Beispiel als Au-Pair oder Baby­sitter zu arbeiten. Natürlich gibt es solche Jobs auch von seriösen Anbietern. Unglaubwürdig wird es laut dem Verbraucherschützerverband, sobald die Bewerber in irgendeiner Form darum gebeten werden, Geld zu bezahlen, um sich den Arbeitsplatz oder einen vermeintlich preiswerten Flug zu sichern. Oft sei anschließend das Geld weg, der vermeintliche Arbeitgeber aus dem Netz verschwunden.

Fast ebenso häufig werden scheinbar Jobs per E-Mail vermittelt. Der Arbeitssuchende erhält eine vermeintliche Zusage von einer Firma, die er nicht zuordnen kann. Zur Ausstellung des Vertrags wird darum gebeten, eine relativ geringe Summe Geld zu überweisen. Danach hört er von der Firma nichts mehr.

Auf Platz drei stehen Firmen, die es nicht direkt auf das Geld, sondern lediglich auf die Daten der Opfer abgesehen haben. Um in die engere Auswahl für einen Job zu kommen, werden alle möglichen persönlichen Daten abgefragt, die anschließend für Werbezwecke an Dritte verkauft werden. Warnen will Facua auch vor Unternehmen, die anbieten, Geld zu verdienen, indem man online Fragebögen ausfüllt (Platz 4). Oft werden 25 Euro für den Zugang zu den Online-Befragungen verlangt. Anschließend entpuppt sich das Angebot als Farce.

Andere Betrüger locken ihre Opfer in endlose Telefon-Warteschleifen (Platz 5) kostenpflichtiger Rufnummern. In einem besonders dreisten Fall wurden vermeintlich Erntehelfer gesucht und eine normale Kontakttelefonnummer gegeben. Bei dem Anruf wurden die Bewerber jedoch immer an eine andere kostenpflichtige Nummer weiter verwiesen. Telefonnummern, die mit 803, 806 oder 807 beginnen, können in kurzer Zeit leicht 30 bis 40 Euro kosten (je höher die vierte Ziffer ist, desto mehr kostet der Anruf pro Minute).

Eine ganze Reihe von betrügerischen Firmen bietet Arbeitslosen auch an, Geld von zu Hause aus zu verdienen, indem sie Bauteile in Heimarbeit (Platz 6) montieren. Die Falle besteht darin, dass sie das Material zunächst kaufen müssen, am Ende aber niemand das Fertigprodukt abnehmen will.

Vergleichsweise seriös erscheinen die Angebote von einigen teilweise sogar etablierten Bildungsträgern, die Fortbildungen (Platz 7)
mit dem Versprechen bewerben, Firmen zu kennen, die einen Job für die Absolventen der Kurse garantieren. Schriftlich gibt diese Garantie niemand. Vertriebsgeschäfte über das bekannte Pyramidensystem stehen auf Platz 8 der Betrügerliste.

Vorsicht ist geboten, wenn man eine Kommission dafür erhalten soll, für kurze Zeit eine große Summe Geld auf seinem Konto zu deponieren, um es anschließend in einem anderen Geldinstitut einzuzahlen. Man macht sich dabei stets des Delikts der Geldwäsche (Platz 9) schuldig. Besonders dreist gehen Onlineportale vor, die als Medien auftreten und Redakteure (Platz 10) suchen. Im Kleingedruckten des Vertrags finden die vermeintlich Angestellten dann den Hinweis, dass die Arbeit nicht entlohnt wird.

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