Boutique Miss Zelánea: Yoga, tauchen und Gürtel, wie sie Shakira trägt

Die Boutique in Palma ist so bunt und vielseitig wie ihre Inhaberin

11-05-2011  
Boutiquebesitzerin Pilar Bedriñana
Boutiquebesitzerin Pilar Bedriñana Foto: Bendgens

MARTINA ZENDER Manchmal sind Geschäfte so wie die Menschen, die sie führen. Im Falle des Schmuck- und Kleiderladens „Miss Zelánea" und Pilar Bedriñana trifft dies durchaus zu: Sowohl die 51-Jährige als auch ihr Laden sind schillernd, interessant und vielseitig. Pilar Bedriñana hat vor zwei Wochen ihren Laden offiziell eröffnet. Ein bunter Mix aus Mode, Unikat-Schmuck und Accessoires findet sich in der kleinen Altstadt-Gasse von Palma de Mallorca nahe der Rambla.

Schon der Name des Geschäfts weist auf die Besonderheit hin, denn „Miss Zelánea" ist ein Wortspiel und basiert auf dem englischen Wort miscellaneous, was verschieden oder vermischt bedeutet. Denn außer einkaufen kann man gleichzeitig dort auch an Yoga- und Pilatesstunden teilnehmen – im Keller hat Bedriñana schöne Räumlichkeiten dafür geschaffen. Vier Lehrer – zwei Spanier und zwei Deutsche – geben hier ihre Stunden. Im Monats-Abo zahlt man für acht Unterrichtseinheiten 80 Euro. Und als ob das noch nicht genug wäre, kann man mit Bedriñana auch noch abtauchen – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Sie ist eine erfahrene und begeisterte Tauchlehrerin.

Die Madrilenin ging schon mit 17 Jahren nach New York, machte dort eine Business-Management-Ausbildung, lebte später noch in Mexiko, Indonesien, der Türkei und auch in Berlin, bevor sie 2007 nach Mallorca kam. Apropos – weil einer ihrer drei Ehemänner ein Deutscher war, kann sie ihre Kunden auch fast fließend in Deutsch beraten.

Ihr Sinn für Ästhetik und Humor kam ihr bei der Auswahl der Stücke entgegen, die sie „entweder aufgrund von Kontakten, Empfehlungen oder Internetrecherche" fand, wie sie erzählt. Im Laden gibt es dekorative Ethno-Armbänder mit Halbedelsteinen der Künstlerin Lisa Gouveia aus Hawaii (circa 60 Euro). Bunter Armschmuck, Haarspangen sowie Gürtel stammen aus dem Himalaya und „gefielen auch Shakira, die sie im Video ihres songs „Waka Waka" trägt. Die Gürtel sind übrigens gerade für 19 Euro im Angebot.

Chris Pink, eine deutsche Designerin, steuert Schmuck bei. Aus Nordspanien stammt Carmen Ribeira, die filigran dekorierte iPhone-, iPad- oder Blackberry-Hüllen aus Filz anfertigt. Von der Marke Mamita Linda stammen Minihütchen mit Tüll und Federn. Ausgefallene Mode kommt von „Not the same" aus den Niederlanden, während Strickmode und Schals eine Designerin in Andratx anfertigt. Von der Firma Lollipop schließlich sind ausgefallene witzig-bunte Taschen (ab 40 Euro) und Schirme im Angebot.

Bei dieser speziellen Miss kann man wirklich auf spannende Entdeckungsreise gehen, das Sortiment wird regelmäßig ergänzt.

Ein Freund, Künstler und Dekorateur namens Vences hat den hellen Laden gestaltet. Da springen beispielsweise die Gipsköpfe mit langem Hals ins Auge, die aus der Wand ragen und auf denen die außergewöhnlichen Kappen und Mützen der japanischen Marke Grace Hats drapiert sind.

Ihre Kundschaft ist international, denn auch „alle Deutschen und Engländer, die zum Beispiel bei meinem Straßen-Nachbarn, der Buchhandlung und Sprachschule Dialog lernen oder Bücher kaufen, kommen ja bei mir vorbei – und kaufen gerne ein."

In der Printausgabe vom 3. Februar (Nummer 561) lesen Sie außerdem:
- Sterne-Rezepte aus der Fosh-Küche
- Einen Abstecher wert: Restaurant Dalt d'es Coll
- Das kulinarische Schnäppchen
- Wellness für alle Sinne

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