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Gesundheit

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    14
    November
    2017
    ... bei Obst und Gemüse! Sie brauchen jetzt also eigentlich gar nicht mehr weiterzulesen.Falls Sie tatsächlich eine Erklärung haben möchten, warum die Steu...
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    20
    Oktober
    2017
    Bei dem Angebot müssten wir eigentlich aufspringen, die wir Bewegung für zeitraubend, sogar teuer und überhaupt verdächtig halten. Denn unsere Unlust und L...
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    28
    Juli
    2017
    Oder auch nicht. Denn nicht alle sind wir sturm- und wettertrotzende Cap-Horn-Umsegler. Genauso, wie mir als Flachlandindianer schon auf Autofahrten durch das Tramuntanagebirg...
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    23
    Juni
    2017
    Deutschland ist ein Land, in dem Furcht und Sicherheit immer ziehende Argumente für Ausgaben aller Art sind und womit auch beträchtliche Ausgabensteigerungen gut arg...
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    05
    Mai
    2017
    Na, da können Sie hierzulande ja lange warten. Und das hat dann eventuell schwerwiegende Folgen für Ihren Angehörigen, Bekannten oder den armen Unbekannten auf der Strasse. In Deutschland z. Bsp. erleiden mehr als 50.000 Menschen pro Jahr einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses. Aber nur in 34 Prozent dieser Notfälle traut sich ein sogenannter Ersthelfer an eine Reanimation, bis der Notarzt eeendlich eintrift. Zwar hat sich diese Zahl in den letzten Jahren erhöht und Deutschland gehört nicht mehr zur Gruppe der, man könnte sagen, Ersthilfeverweigerer. Doch nach Meinung der Fachleute ist da noch viel Luft nach oben. Deshalb werden in Deutschland Promis aus dem Show-biz eingesetzt und Apps fürs Smartphones angeboten; alles um uns die Scheu vor der Ersten Hilfe in der direkten Umgebung zu nehmen. Rumstehen gilt nicht Die Überlebenschancen steigen enorm, wenn sofort jemand mit der Reanimation beginnt. Pro Jahr könnten rund 10.000 Menschen mehr eine Herzattacke überleben würden, wenn sich die Laien beherzter an eine Reanimation wagten. Aber die kommt meistens zu spät, wenn wir als Zuschauer auf den Notarzt warten. Nur die lückenlose Versorgungskette hat Aussicht auf Erfolg. Und da sind wir eben gefragt. Das DRK fordert immer wieder, Reanimations-Kurse im Lehrplan der Schulen zu verankern. Das ist aber nur in Baden-Württemberg gelungen; in den meisten Bundesländern ist das Erlernen von Wiederbelebungsmaßnahmen kein fester Unterrichtsbestandteil. Genauso wichtig ist es aber auch,  alle paar Jahre einen Refreshment-Kurs zu besuchen. Denn erfahrungsgemäss ist bereits nach zwei Jahren etwa die Hälfte des Erlernten wieder vergessen. Auf dem Lande hilft dir keiner Wir denken ja immer, dass Stadt und Land sich u.a. durch Anonymität und Gleichgültigkeit dem Mitmenschen unterscheiden. Könnte sein, aber was nützt das familiäre Gefüge, wenn einem auf dem Lande nicht geholfen wird und Notarzt und Einsatzwagen dann eventuell auch noch länger brauchen. Wieso zeigt dann die Landbevölkerung nicht ein bisschen mehr Initiative (statistisch gesehen) für das Erlernen lebensrettender Massnahmen, bei denen man wirklich nichts, aber auch gar nichts falschmachen kann? Was bedeutet denn schon eine gebrochene Rippe, wenn man dem Menschen das Leben retten kann? Informieren Sie sich über solche Kurse und lernen Sie wie’s geht; gerade, wenn Sie auf der “schönsten Insel der Welt” leben. Bleiben Sie gesund!   ...
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    12
    April
    2017
    Die Uni der Balearen ist auf die schlechtmöglichste Art und Weise in die Schlagzeilen gekommen. Hatte doch die Nationalpolizei fünf Personen im Zusammenhang mit einer Anklage wegen Betrugs an Krebspatienten tatsächlich festgenommen. Einzelheiten zu der unseligen Angelegenheit wissen Sie bestimmt schon mehr als ich. Das ist nun wirklich mehr als eine miese Anekdote aus der Provinz. Mehrere Faktoren spielen zusammen, die nicht nur die spanische Polizei auf den Plan gerufen haben, und wohl nicht nur bei mir die Wutglocken läuten lassen.   Man schüttelt ja zuweilen schnell den Kopf über gutgläubige Menschen, die irgendwelchen Schlitzohren auf den Leim gehen, gerne eben zum Thema Gesundheit oder Finanzen. Wenn wir ehrlich sind, ist es wohl den meisten von uns mal im Leben passiert, dass wir aus Habgier Finanzprodukte gekauft haben, die uns das Blaue finanzielle Wunder versprachen. Genauso fallen wir ja auch auf revolutionäre Schönheits-, Diät- oder Potenzmittel herein. Beim Thema Gesundheit sollte der Spass aber aufhören. Anscheinend fängt er da aber grad richtig an – zumindest für die Anbieter. Denn die Menschen laufen Ihnen nach wie dem Rattenfänger von Hameln. Was menschlich an diesem Fall unverzeihlich, bzw. strafrechtlich zu ahnden ist, ist der Betrug mit dem Strohhalm auf die fieseste Art: der Name einer Institution wie eine Universität, die in unseren Köpfen als Garant für ernsthaftes Forschen gilt, wird missbraucht. (Ja, eigentlich sogar auch der bisher unbeschadete Ruf des Olivenöl als gesundes Nahrungsmittel). Eine “uneigennützige” Stiftung wird gegründet, um die Einnahmen durch den Verkauf als “Spenden” zu tarnen. Beträge zum Teil in Höhe von immerhin 25.000€. Die Räumlichkeiten der Universität wurden zum Zwecke missbraucht; dort wurde eifrig “geforscht” und dort vor Ort, in den heiligen Hallen, wurden die Patienten “informiert”: von Leuten, deren tatsächlich richtig echte Universitätstitel ihnen entsprechende Glaubwürdigkeit (Wissen ist bekanntlich Macht) verlieh und über die Wunderwirkungen gegen Krebs eines Heilmittels auf der Basis von Olivenöl, dass keine Zulassung hatte, weil es die entsprechenden Tests zur Anerkennung als Medikament gar nicht bestanden hatte. Wirkung hatte das Mittel kann leider doch keine, so stellte sich heraus. Auch das beste und stärkste “Olivenöl” konnte gegen unheilbare Krebsleiden nachweisbar nichts ausrichten. Der letzte Strohhalm brach unter den gewichtigen Hoffnungen der betroffenen Patienten und Familien.  Bleiben Sie gesund! ...
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    24
    März
    2017
    Karneval war mal. Ostern steht vor der Tür. Frühling hat begonnen… Da kommt regelmässig das Thema Fasten auf den (leeren) Tisch. Der biblische Hintergrund ist für die meisten von uns ja im Laufe der Geschichte in den Hintergrund getreten. Doch die Forschung beschäftigt sich immer wieder und mit immer neuen Ergebnissen mit dem Thema. Unabhängig von der reinen Wissenschaft: Fasten hat viele Fans; immer mehr, so scheint es, obwohl die meisten wohl über kein grosses Faktenwissen verfügen. So bekam im letzten Jahr ein japanischer Forscher für seine Arbeit über biologische Prozesse im menschlichen Körper sogar den Nobelpreis: die Autophagie, eine Art Müllabfuhr für Zellen. Defekte oder alte Zellen werden durch diese körpereigenen Prozesse aufgelöst und das Zellmaterial recycelt. Also moderner und nachhaltiger geht es nicht. Was verbindet japanische Forschungsarbeiten mit christlicher Fastenzeit? Genau ein wichtiger Faktor: In Zeiten reduzierter Nahrungszufuhr aktiviert sich dieser Prozess und es wird vermehrt Zell-Müll aufgelöst. Fasten wirkt für den Körper tatsächlich wie eine Verjüngungskur. Ich bin ja ehrlich: ich habe noch nie gefastet. Allein der Gedanke daran macht mir akute Hungergefühle. Und bisher hat es noch kein Fasten-Fan geschafft, mich umzustimmen. Andererseits versuchen es viele Menschen, schaffen es aber angeblich nicht, längerfristig die Nahrungszufuhr zu reduzieren. Gibt es eine Alternative zum gefrusteten Abbrechen einer tagelangen Hungerkur? Funktioniert eventuell das, was als "intermittierendes” Fasten bezeichnet wird? (also, wenn wir für 14 bis 16 Stunden nichts zu uns nehmen). Rechnet man nach: 15 Stunden ohne Essen tagsüber? Irgendwie auch schlecht vorzustellen, bei unserem Lebensrhythmus, Lebensstil und logischem Energiebedarf. Und wenn wir einfach die Schlafenszeit mit einberechnen, das Frühstück auslassen und uns sozusagen selbst austricksen? Da erhebt sich wahrscheinlich gleich Geschrei um die Bedeutung des Frühstücks für einen gesunden Lebensstil. Doch so einfach ist es nicht. Es gibt tatsächlich wissenschaftliche Arbeiten, die das heilige Frühstück als gefährliche Mahlzeit aburteilen. So gefährlich wie das Rauchen!!! Link Sollte es nun doch so sein, dass unsere mallorquinischen Nachbarn, die abends um 10’00h noch essen und morgens ohne Frühstück aus dem Haus gehen, sich tatsächlich ihre höhere Lebenserwartung damit hochpushen? Schliesslich erreichen sie mit ihren Essensgewohnheiten die 14-16-stündige notwendige Zeitspanne. Für diejenigen für uns, denen das nun gar nicht liegt, bliebe aber weiterhin die alte Weisheit des kaiserlichen Frühstücks, königlichen Mittagessens – um danach den Bettler zu spielen. Und dann gibt es noch die gesunden “Kräftigeren”… Ja, warum soll man dann überhaupt Gewicht reduzieren ausser vielleicht aus selbst auferlegten ästhetischen Gründen? Immer wieder sagen uns Studien, dass angeblich Personen mit Übergewicht gesünder sind und länger leben. Das sogenannte “Adipositas-Paradoxon”. Naja, mit Menschen lassen sich gewisse Experiment nicht durchführen. Tiere müssen dafür allerdings herhalten: Und so wurden 30(!) Jahre lang 200 Rhesusaffen entweder mit knapper Kost oder aber überreichlicher Kalorienzufuhr ernährt. Das Ergebnis geht eindeutig zu Lasten der übergewichtigen Affen. Sie hatten nach ein paar Jahren alles: von Arthrose bis Osteoporose über Herz und Krebs. Vielleicht hilft Ihnen beim nächsten Fastenversuch der Gedanke an schlanke Affen? Und noch ein wichtiger Hinweis: Genauso hilfreich wie körperliches Heilfasten kann geistiges Fasten sein. Der zumindest zeitweilige Verzicht auf den ganzen Shit aus Fernsehen, Social Media etc. bringt garantiert geistige Gesundheit. Bleiben Sie gesund! ...
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    17
    März
    2017
    Sie haben mal wieder Rücken oder Knie? Wie gut, dass es schnelle und effiziente Hilfe gibt. Schnell  zum Apothekerschränkchen oder mal eben zur Apotheke selbst und eins von diesen kleinen (und so preisgünstigen) Mitteln holen, die uns die Pharmaindustrie glücklicherweise bereitstellt. Einwerfen – fertig. Nach kurzer Zeit gibt es Linderung. Das Schmerzmittel, was Sie gerade eingenommen haben, gehört zu den NSAID (das sind sogenannte “nicht-steroidale Entzündungshemmer”) und hat z. Bsp. den Namen Ibuprofen oder Diclofenac. Klar, dass Sie glauben, dass es auch total harmlos ist, gibt es doch die Mittel einfach so zu kaufen, frei über den Ladentisch hinweg. Dem ist aber leider nicht so ganz. Schon lange sind ernstzunehmende kardiovaskuläre Risiken dieser entzündungshemmenden Schmerzmittel bekannt. So z.Bsp. verdoppelt die Einnahme von Diclofenac z. Bsp. die Wahrscheinlichkeit eines Herzstillstandes des Patienten im Vergleich zu Patienten, die keine Schmerzmittel einnehmen. Es ist so - und in diesen Tagen geht es aufgrund einer dänischen Studie wieder durch die Medien: Schmerzmittel sind nicht harmlos. Deshalb sind in Deutschland ja auch Mittel in höheren Dosierungen schon lange und in jedem Fall rezeptpflichtig. Ebenso sollten Sie selbst immer auf eine Beschränkung der Dosis (die liegt bei max.1200Milligramm, also 2 Tabletten täglich) und der Einnahmedauer achten. Zu sehr lockt der schnelle Gang zum Arzneischränkchen. Auch das gelegentliche Lesen des Beipackzettels wird Sie daran erinnern, dass es sich nicht um Kaugummi handelt. Fieber senken, Schmerz stillen, Entzündungen hemmen: das alles können diese kleinen Dinger. Aber sie sind keine Wundermittel. In seltenen aber möglichen Fällen kann der Preis dafür sehr, sehr hoch sein. Versuchen Sie es zwischendurch auch mal mit Hausmitteln wie Wärmflasche oder feuchte Wickel. Mit Entspannung oder einfach (?) Ruhe. Bleiben Sie gesund! ...
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    17
    Februar
    2017
    Stellen Sie sich mal vor, Sie wären im Alter schwerst dement oder bewegungsunfähig und im Koma und werden seit Jahren am “Leben” erhalten. Keine schöne Aussicht auf die letzten Jahre Ihres irdischen Daseins. Können Sie sich vorstellen, wie Sie Ihre Tage er-leben, wenn Sie deshalb seit Jahren an eine Magensonde angeschlossen und zur Bewegungsunfähigkeit verdammt sind, wenn Sie sich wundgelegen haben und deshalb offene Wunden am Körper haben, die höllisch wehtun? Glücklicherweise können wir das gar nicht richtig. So kann es aber schlimmstenfalls aussehen: Leiden ohne Ende und keiner schreitet ein, bis Sie irgendwann mal eines “natürlichen” Todes versterben. Bis dahin gilt: Sie sind in den Händen Dritter. Und die gehen eigenen Interessen nach, manchmal ganz bewusst, manchmal auch unbewusst. Auf jeden Fall haben Sie nur eine Chance in Europa, einem unendlich langen Tode zu entgehen:  Eine Patientenverfügung Nur langsam ändert sich in den Krankenhäusern und in Arztköpfen etwas. Ein Arzt ist nie grundsätzlich, sondern nur innerhalb des Patientenwillens dazu verpflichtet, Leben zu erhalten. Dabei geht Patientenwille vor Indikation, und zwar selbst in Fällen, in denen eine medizinische Maßnahme absolut indiziert wäre. Das Problem der Ärzte ist einerseits der Patient, dessen Wille sich nicht ermitteln lässt, zum Beispiel weil sie an Demenz leiden oder im Koma liegen. Immerhin ist hier wichtig zu wissen. dass z.Bsp. auch die Fortsetzung einer Therapie der Indikation bedarf. Es ist ist wie mit der Verordnung eines Antibiotikums; das bekommen Sie auch nicht für den Rest Ihres Lebensende. Egal, ob Sonde oder künstliche Beatmung: es muss grundsätzlich fortwährend geprüft werden, ob die Behandlung noch indiziert ist.  Was ist der vermutete Patientenwille? Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie fordert für schwerste Fälle, dass neben dem (vermuteten) Patientenwillen immer auch die allgemeine Prognose berücksichtigt werden soll. Wenn sich nicht ermitteln lässt, ob Sie in Ihrem Ist-Zustand so weiterleben wollen, muss jemand für Sie entscheiden. Manchmal fällt der Hausarzt die Entscheidung, und manchmal erhält er Ihnen trotz offenkundiger Qualen Ihr sogenanntes Leben, aus Gründen, die nur er selber kennt. Auch Ärzte haben Angst vor dem Tod. Und deshalb bekämpfen sie ihn mit allen Mitteln, die die moderne Medizin ihnen zur Verfügung stellt. Bei allem Vertrauen in ihre ärztliche Kunst – als Patient sollten Sie sich vor diesem “Helfersyndrom” schützen. Wie wollen Sie sterben? Es ist erschreckend, wie viele Menschen – ohne darüber nachzudenken – die Entscheidung, wie sie sterben wollen, in die Hände anderer legen. Nur etwa jeder Vierte hat seinen Willen dazu schriftlich festgehalten. Liegt es vielleicht daran, dass wir die Auseinandersetzung mit unserem Tode überhaupt gern vermeiden? Und dann noch etwas schriftlich festhalten zu müssen, macht die Sache ja auch noch definitiver. Wir werden uns bewusst, dass wir sterben werden. Hart, aber wahr. Deshalb kann man nur raten, sich so schnell und so ausgiebig wie es Ihnen möglich ist, an das Thema heran zu wagen. Denn sind Sie sich sicher, dass in Ihren letzten Stunden ein mitfühlender und mutiger Arzt zur Seite steht, der in Ihrem Sinne, weil er Sie ja schon ein Leben lang begleitet, für Sie die richtigen Entscheidungen trifft? Ist Ihre Verfügung auch wirklich gültig? Ärzte helfen ihren Patienten genauso, indem sie ihnen dringend ans Herz legen, beizeiten mit einer Patientenverfügung vorzusorgen. Dabei muss in Deutschland immer sichergestellt sein, dass diese im Ernstfall greift. Denn laut einer Entscheidung des BGH von 2016 (!!!) muss sich eine Patientenverfügung auf konkrete Maßnahmen oder konkrete Krankheiten beziehen. Es genügt also nicht mehr, sich pauschal gegen lebensverlängernde Maßnahmen auszusprechen. Ein Grundgerüst für eine rechtskräftige Patientenverfügung kann Ihnen zum Beispiel eine Broschüre, bzw. eine Webseite des Justizministeriums liefern.  Packen wir es an! Bleiben Sie gesund! ...
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    03
    Februar
    2017
    Kürzlich hörte ich, dass nun auch im Zentrum Palmas ein 24-h-Gym eröffnen würde. Mein erster Zweifel war, ob die Unternehmer wohl auch tatsächlich eine vernünftige Marktstudie haben durchführen lassen.  Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass eine grössere Provinzstadt wie Palma einen potentiellen Kundenstamm hergibt, der auf ein solches Angebot anspricht. Nun, das wird davon kommen, dass ich immer noch tagsüber arbeite und nachts eben einfach gern schlafe oder mich mal amüsiere. Tatsächlich sieht man immer mehr Menschen zu nachtschlafenden Zeiten durch die Gegend laufen und sogar einer unserer übelriechenden, weil schlecht zu lüftenden Dorf-Gyms hatte geraume Zeit bis in die tiefe Nacht geöffnet. Inzwischen haben die im Dorf allerdings schon wieder reduziert. Welcher Bürger eines 5000-Seelen-Dorfes mit einem Durchschnittsalter von 56 Jahren rennt schon nach 10’00h auf einem Laufband, wo man doch mit den Nachbarn sogar noch im Poliester-Hausmantel  seine 20 Runden um den Dorfplatz ablatschen kann. Aber Mode oder Trends sind so eine Sache; fragen wir uns mal, wie sinnvoll so ein workout bei Mondschein unter gesundheitlichen Aspekten eigentlich ist. Kurzgesagt: tatsächlich ist es ihrem Körper zuträglicher, sich spätabends mit einem Gläschen Wein zur Entspannung aufs Sofa zurückzuziehen, als ein Lauftraining zu absolvieren oder Gewichte zu stemmen. Aber, warum ist das so? Ganz einfach. Wir unterliegen sowas wie einem Biorhythmus: ein Tanz zwischen morgentlichem Cortisol (zum Aufwachen) und abendlichem Melatonin (zum Einschlafen). Die bedingen Blutdruck, Körpertemperatur und Herzfrequenz, also drei  grundlegende Faktoren für den Sport. Während der Körper die beste Leistung zwischen 14 und 21 Uhr bringt, ist die Entspannungsphase von 22 bis 2 Uhr nachts am intensivsten. Die erhöhte Körpertemperatur am späten Nachmittag bis in den Abend erleichtert folgerichtig die Muskelarbeit. Während sie zu Schlafenszeiten absinkt bis auf ein Minimu gegen 2Uhr nachts. Wenn ich also nachts trainiere, bräuchte ich zumindest eine Extra-gabe an Aufwärmtraining. Allerdings hat man als “normaler” Mensch oft einen Beruf, den man ausübt und sogar manchmal auch noch eine Familie. Diese Umstände führen ganz automatisch zu einem Tagesablauf, der abends schlicht in Müdigkeit endet. Die damit verbundene Muskelerschlaffung bewirkt, dass wir die Übungen schlechter korrekt ausführen können, was wiederum zu Problemen und Verletzungen führen kann. Wenn Sie nachts Ihre Kilometer rennen, riskieren Sie leider auch Schlafstörungen. Denn Sie müssen eventuell mehrmals zur Toilette durch die späte reichliche Wasseraufnahme nach dem Training. Und das schadet ebenso der Entspannung. Abgesehen davon, dass Sie viel zu spät zu Abend gegessen haben. Dann eben Traininieren vorm Aufstehen? Für viele scheint es die Lösung zu sein; denn mit dem Gefühl, wenigstens schon mal was für den Körper getan zu haben, lässt sich auch ein Arbeitstag, der wieder endlos zu werden droht, kompensieren. Und in den Sommermonaten haben wir natürlich das Argument der brütenden Hitze. Aber leider wahr: es ist genauso schlecht. Erstens müssen Sie gefrühstückt haben! Denn das Fett, was Ihr Körper im Hungerzustand abbaut, ergibt keine guten Leistungen. Wieder also ein erhöhtes Risiko, sich eher zu schaden. Und um drei Uhr morgens? Glauben Sie ehrlich, dass ein Training im Fitnesszentrum um diese Zeit (s.o.) und so ganz ohne Trainer vor Ort, der Sie bei Ihrem Training korrigieren kann, langfristig schadlos an Ihnen vorbei geht? Gehen Sie besser schlafen und versuchen Sie am nächsten Morgen ausgeruht, Ihren Arbeitsalltag und Ihr Trainingsbedürnis grundlegend zu überdenken und neu zu gestalten. Bleiben Sie gesund! ...