GABRIELE RICKE
Wie jedes Jahr wird sie sehnlichst erwartet: die Ankunft der Königsfamilie auf der Insel. Ein genaues Datum ist noch nicht bekannt gegeben worden – ab Mitte Juli könnte die familia real aber jederzeit einfliegen. Wobei die Vorfreude auf den Sommerurlaub nicht ungetrübt sein dürfte: Schon im Vorfeld gibt es in der spanischen Presse wieder kritische Stimmen, was der Spaß denn kosten wird. Und worauf die Familie – wie übrigens schon im vergangenen Jahr – aus Haushaltsgründen besser verzichten sollte. Tägliche Ausfahrten mit der königlichen Yacht „Fortuna"? Gestrichen. Sie darf nur noch gelegentlich ablegen. Das Personal? Wird auf ein Minimum reduziert.
Kein Wunder, dass das Lächeln von Königs da in letzter Zeit mitunter ein wenig gezwungen wirkt. Wer mag es schon, dass jeder ausgegebene Euro Thema öffentlicher Debatten ist? Zumal die spanische Königsfamilie europaweit sowieso die am schlechtesten bezahlte ist. Trotzdem: Der Urlaub im Marivent-Palast ist Pflicht. Neben Felipe und Letizia wird auch Infantin Elena mit ihren Kindern erwartet. Sogar Infantin Cristina wird wohl mit ihrer Familie für ein paar Wochen aus Washington anreisen. Spätestens zu Beginn der Regatta Copa del Rey am 31. Juli wird das Königspaar in Palma erwartet. Wer wie lange bleibt, steht nicht fest. Nur so viel: Alle setzen sich zwischendurch ein paar Tage ab – für die wirklich „privaten" Sommerferien. Ziel: geheim. Und dann wird die ganze Familie Ende August einen Ausflug auf die Insel Spetses machen: Dort heiratet Nikolaus von Griechenland. Kronprinz Felipe muss außerdem am 7. August zur Amtseinführung von Präsident Juan Manuel Santos nach Kolumbien. Gut möglich, dass er die Reise zu einem privaten Abstecher nutzt. Denn Letizia, so heißt es, stresst der Familienzwang ganz schön.
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