Jochen Bendel: ´Jeder bekommt den Urlaub, den er verdient´

05-08-2010  
Kreuzfahrtkönig-Moderator Jochen Bendel im Hafen von Palma
Kreuzfahrtkönig-Moderator Jochen Bendel im Hafen von Palma Nele Bendgens

Der Fernsehmoderator hat eine neue TV-Show. Auf Mallorca sprach er über Urlaub, Tattoos und Kochkünste

GABRIELE RICKE Kreuzfahrtreisen boomen: Immer mehr Reisefreudige verbringen ihren Urlaub auf hoher See. Ein Trend, den jetzt auch TV-Sender aufgreifen. Ab dem 9. August zeigt RTL 2 „Der Kreuzfahrtkönig" (montags bis freitags, 18 Uhr). Eine Mischung aus Doku-Soap, Spielshow und Reisemagazin. Moderiert wird sie von Jochen Bendel (38), bekannt durch die Kult-Sendung „Ruck-Zuck" und „Big brother". Von den Dreharbeiten erholt er sich gerade in Paguera.

Beim Kreuzfahrtkönig machen fünf Paare eine Reise. Worum geht es?
Jeden Tag muss ein Paar das Schiff verlassen. Paare können Kollegen, Freunden oder Eheleute sein. Um zu entscheiden welches, stelle ich den Teams jeden Tag zwei Aufgaben. Zum Beispiel einen Bungee-Sprung in einer 100 Meter tiefen Schlucht in der Straße von Korinth. Oder Kircheninschriften auf Rhodos übersetzen. Ich werfe auch mal einen Besteckkasten in den Pool und die Kandidaten müssen nach den Besteckteilen tauchen. Die menschlichen Konflikte an Board sind sehr unterhaltsam.

Warum sind Kreuzfahrten so beliebt?
Weil man alles bekommt: Ruhe – es gibt immer einen Platz an Bord, an dem man allein sein kann – oder Rambazamba, je nachdem, was man will. Verbunden mit dem Erlebnis: Ich habe mein Luxushotel dabei und bin jeden Tag an einem anderen Ort.

Sie haben auch privat viel gesehen von der Welt. Was war Ihr größter Reiseflop?
Ich war in einem Luxushotel in Fès, Marokko. Leider war der Spa-Bereich wegen Umbau geschlossen. Der Concierge empfahl mir deshalb einen Stadtteil-Hammam. Der Taxifahrer fragte mich zehnmal, ob ich wirklich dahin will. Als wir in dem Stadtviertel ankamen, wusste ich, warum: der Hammam war in einer umgebaute Hinterhofgarage. Ein Betonboden, das Wasser wurde mit Plastikeimern geschöpft. Ich hatte nicht mal ein Handtuch. Es war das komischste und schrecklichste, was ich je erlebt habe.

Es gibt schlimmere Flops ...
Ich finde, im Urlaub bekommt man, was man verdient hat. Wenn ich mich nicht gut vorbereite, nicht recherchiere, wo ich hinfahre, kann das böse enden. Auf Kataloge verlasse ich mich nicht. Ich traue auch keinen Schnäppchenangeboten. Eher schaue ich Sonnenklar TV, die Tipps sind gut recherchiert.

Gibt es Orte an die Sie immer wieder zurückkehren?
Zum Beispiel die Pyramiden. Die sind so ein energetischer Ort. New York. Oder die Felsen von Ibiza.

Haben Sie einen ernergetischen Ort auf Mallorca?
Gibts hier einen?

Ballermann 6 vielleicht? Wie finden Sie den?
Völlig okay. Es ist eine Art von Loslassen. Viele Leute brauchen Action, um sich zu entspannen.

Sie auch?
Ich habe genug Action im Alltag, mag eher die ruhige Variante. In Paguera haben wir ein Apartment gemietet.

Werden Sie da auf der Straße erkannt?
Ja. Wenn ich mal einen schlechten Tag habe, muntert mich das Interesse der Leute an meiner Person direkt auf!

Sie haben da ein tolles Tattoo am Oberam ...
Das ist mein Kreuzfahrtkönig-Tattoo: Eine Meerjungfrau, Delphine. Muscheln und Kraken. Jeder hat gefragt, ob ich mir das zur Sendung habe stechen lassen. Ich habe es aber schon 20 Jahre. Da war ich gerade auf Hawaii.

Warum sind Tattoos so beliebt?
Es ist die Suche nach Individualität.

Demnächst kochen Sie auch noch. Mit Star-Koch Eckardt Witzigmann.
Kochen ist meine große Leidenschaft. Ich komme aus einer Gastrofamilie, als Kind hatte ich einen eigenen Herd in der Küche meines Opas. Jetzt mache ich eine Sendung, die die Sicht eines drei Sterne-Kochs mit meiner in Bezug auf klassische Hausmannskost verbindet.

Wie sieht das in der Praxis aus?
Beispiel Erbsensuppe: Witzigmann würde darauf bestehen, dass ich Zuckerschoten und Erbsen auf dem Markt besorge und fünf Stunden lang puhle. Alles mit Puderzucker karamellisiere, frische Hühnerbrühe koche. Ich hingegen würde a. Tiefkühlerbsen und b. einen Brühwürfel nehmen – das unterscheidet uns. Kompromiss: Ich würde vielleicht auf den Brühwürfel verzichten, stattdessen einen Hühnerfond nehmen. Den gibts ja auch schon im Glas. Bei den Tiefkühlerbsen würden wir uns dann einigen. Natürlich würde ich auch seine Gewürztipps annehmen. So entsteht in 25 Minuten eine tolle Erbsensuppe.

In der aktuelllen Print-Ausgabe lesen Sie außerdem:

- Weißer Sommertraum: Polo Cup bei Christian Völkers

- Die spanischen Mallorca-VIPS

- Abschiedsgottesdienst: Beate Schmid sagt Tschüss

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