Strumpfhosenmodel Melanie Müller: ´Fleisch, bitte Fleisch, vor allem Wild´

Die Leipzigerin lebt in Santa Ponça. Und hat für die Vox-Sendung "Das perfekte Dinner" gekocht

27-10-2011  
Melanie Müller zeigt sich gern in fast allen Lebenslagen
Melanie Müller zeigt sich gern in fast allen Lebenslagen Foto: www.model-kartei.de/"Cataleya"

ARWEN MÖLLER Kaum höher als ihre silbernen High Heels sind die zwei Zwergdackel, die um Melanie Müller herumwuseln. Die 23-Jährige steht in ihrer Küche in Santa Ponça und räumt eine Schale mit Früchten in den Kühlschrank. An der Tür klebt ein Foto von der langhaarigen Blonden am Strand. Überhaupt zieren Aufnahmen von ihr die ganze Wohnung. Die gebürtige Leipzigerin ist Model. Und hat jüngst als Kandidatin bei „Das perfekte Dinner im Schlafrock" auf dem Sender Vox mitgekocht. Was bei der passionierten Köchin kredenzt wurde, muss bis zur Ausstrahlung der Sendung im Frühjahr 2012 geheim bleiben. Was sie am liebsten isst, verrät sie schon jetzt: „Fleisch, bitte Fleisch, vor allem Wild."

Wie hält sie ihre Modelmaße von 86-64-94? „Mit viel Sport", meint Melanie Müller. Sie fährt Fahrrad, spielt Tennis, betreibt Kampfsport und verzichtet zumeist auf Kohlenhydrate. Zum Modeln kam sie eher zufällig: Noch während ihrer Barkeeper-Weiterbildung in ihrer Heimatstadt Leipzig hatte sie sich online bei der Modelkartei (www.model-kartei.de) angemeldet. „Cataleya" nennt sie sich auf ihrer Setcard, ein Name, dem Müller auf einer Orchideenschau in Erfurt begegnete. „Zuerst hat mir der Name gefallen und dann die Verbindung mit einer Orchidee", erklärt sie. Durch die Modelkartei lernte sie die ersten Fotografen kennen, die empfahlen sie ihren Kollegen. Dann ging es so weiter.

Auf die Insel kam Melanie Müller der Liebe wegen. Vor drei Jahren hatte sie ihren bereits auf Mallorca lebenden Freund in Leipzig kennengelernt. Nach dem ersten gemeinsamen Urlaub bei ihm auf der Insel beschlossen beide, sich zusammen eine gemeinsame Wohnung zu suchen. In einer Apartmentanlage haben sie ihre Traumwohnung gefunden.

„Heidi, Bärbel, ab ins Körbchen!", ruft Müller. Hunde, Heim und Karriere bringt sie auch von Mallorca aus unter einen Hut. Für den Dinner-Einsatz waren die Tiere allerdings ausquartiert worden. Und ihr Freund, mit dem sie die Drei-Zimmer-Wohnung teilt, war bei den Nachbarn untergebracht. Das war für alle Beteiligten in Ordnung, die Dinner-Show war von Anfang an Müllers Ding. Unmittelbar nach dem letzten Mallorca-Dreh des Senders vor einem Jahr hatte sie sich bei Vox beworben. Im Sommer kam der Anruf, dann das Casting der Produktionsfirma und schließlich die Zusage.

Sie überließ nichts dem Zufall: Für den perfekten Auftritt als Gastgeberin schaffte die Hobbyköchin mit Unterstützung ihres Freundes Tafelsilber und Geschirr aus der gemeinsamen Zweitwohnung in Leipzig auf die Insel. 40 Kilogramm Fluggepäck kamen dabei zusammen. „Vorbereitung ist die halbe Miete", sagt sie.

Die Fotografien an den Wänden, darunter auch Aktaufnahmen, die ihre Tätowierung zeigen, die vom Intimbereich bis unter die Brust reicht, ließ sie während der Dreharbeiten hängen. Auf den Bildern sei ohnehin nichts zu erkennen. Auch ließ sie ihre Dinner-Gäste ein bisschen in ihrem begehbaren Kleiderschrank mit einer beachtlichen Schuhsammlung stöbern.

Für das Dinner bereitete sie eine schlichte und elegante Tischdeko vor. Mit weißen Handschuhen deckte sie den Tisch ein: Gläser, Teller und das Silberbesteck wurden poliert. Auch was das Drei-Gänge-Menü anging, überließ Müller nichts dem Zufall. Sie probierte alle Gänge aus, und am Abend waren 90 Prozent des Essens vorbereitet.

Als gelernte Hotelfachfrau und Barkeeperin bringt sie das Handwerk für eine gute Gastgeberin mit. „Das Wichtigste ist für mich die Arbeit am Gast", meint Melanie Müller. Ihre Dinner-Gäste bewirtete sie stilecht im Kellner-Look. Ihr Freund und sie haben oft Besuch auf Mallorca, den Müller gerne selbst bekocht.

Auch bei Vox hat sie ausschließlich „aus Spaß" mitgemacht. Gewinnen muss sie nicht unbedingt. Sie freut sich darüber, noch mehr Leute auf der Insel kennengelernt zu haben und kann sich gut vorstellen, mit den anderen Kandidaten in Kontakt zu bleiben. Auch wenn sie die Jüngste unter den Köchen war. Ob sie noch mal mitmachen würde? Müller sagt lachend: „Ja, auch wenn?s ganz schön anstrengend war."


Empfohlene Links: Inselradio 95,8 | Mallorca mal 365 |