Becker-Finca auf Mallorca: Am 5. Juni wird versteigert

Die Bekanntmachung über die Zwangsversteigerung des Anwesens bei Artà wurde jetzt bei Gericht veröffentlicht

24.04.2014 | 02:30

Die Finca von Boris Becker auf Mallorca soll am 5. Juni um 9.45 Uhr zwangsversteigert werden. Im zuständigen Amtsgericht in Palma hängt bereits die Bekanntmachung zur Versteigerung mit Datum vom 9. April aus, dort finden sich auch sämtliche Details des Verfahrens mit der Aktennummer ETJ 311/2012. (PDF-Download der Bekanntmachung).

Dem Dokument zufolge verklagt das Bauunternehmen Melchor Mascaró Beckers Firma Goatbridge SL wegen offenstehender Rechnungen sowie Verzugszinsen und Prozesskosten auf die Zahlung von 555.351,76 Euro. Der Schätzwert des mehr als zwölf Hektar großen Anwesens, das Becker einst für 15 Millionen Euro verkaufen wollte, beträgt nur noch exakt 7.050.037,89 Millionen Euro.

Konkret geht es um Bauarbeiten, die das spanische Unternehmen auf dem luxuriösen Anwesen des ehemaligen Tennisstars bei Artà ausführte, für die es aber nie bezahlt wurde. Beckers Firma war schon im Juli 2012 vom Gericht dazu verurteilt worden, die Schulden zu begleichen, getan hat sich aber bisher nichts. Deshalb ist nun die Zwangsversteigerung für Anfang Juni angesetzt worden – offenbar der einzige Weg, Becker zur Zahlung seiner Außenstände zu verpflichten. Die Kläger werden von Anwalt Carlos de la Mata vertreten.

Bereits im September 2012 hatte Becker eine Zwangsvollstreckung im letzten Moment abwenden müssen. Eine Überweisung von rund 350.000 Euro, die der Deutsche einer Gartenbaufirma schuldete, war gerade noch rechtzeitig eingetroffen. Damals lag der Schätzwert der Finca, die Becker einst für 15 Millionen Euro verkaufen wollte, bei 8,5 Millionen Euro.

Neben dem Bauunternehmen fordert auch das Finanzamt Geld von Becker, es geht um eine Steuernachzahlung von rund 135.000 Euro.

Ganze 17 Jahre zieht sich der Ärger mit der Finca nun schon hin: Nur zwei Jahre nach dem Kauf der acht Einzelparzellen für rund 500.000 Euro erfolgte ein Baustopp wegen illegal errichteter Gebäude – 2003 musste Becker Teile wieder abreißen lassen. Ein Jahr nach der pompösen Einweihungsparty 2006 hängte ­Becker dann ein „Se vende"-Schild an die Tore der Villa. Käufer fanden sich bisher keine. Aber vielleicht ja jetzt – zum Schnäppchenpreis.

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