Mallorca oder der Beweis, dass die Welt auch gut sein kann

Der Belgier Koen Sevenants bringt mit seiner NGO "Morning Tears" schon zum vierten Mal chinesische Kinder auf die Insel. Ihre Eltern sitzen im Gefängnis -oder wurden hingerichtet

16.02.2015 | 16:17
Auch ein Besuch in Cala Figuera stand für die chinesischen Kinder, ihre Betreuer und Morning Tears-Gründer Sevenants (Mitte, mit Brille) auf dem Programm.

Mallorca, das ist für sie ein eigentlich unerreichbar exotisches Reiseziel. Doch dank des unermüdlichen Einsatzes des Belgiers Koen Sevenants sind nun erneut neun Kinder auf der Insel zu Besuch, deren Eltern entweder in China im Gefängnis sitzen oder vom Regime hingerichtet worden sind.

Sevenants, dessen eigene Tochter in Valldemossa lebt, leitet die von ihm mitgegründete Organisation Morning Tears nun schon seit sechs Jahren hauptberuflich.

Dank eines Abkommens mit der chinesischen Provinzverwaltung von Zhengzhou und der Unterstützung von zahlreichen mallorquinischen Unternehmen wie dem Hotel Ponent Mar in Son Caliu und der Mietwagenfirma Transfer Class konnte eine kleine Gruppe der von Morning Tears betreuten Kinder nun mit drei geschulten Begleitern nach Mallorca reisen.

"Hier können sie dem Elend und der Armut zu Hause fur kurze Zeit entfliehen und sehen, dass das Leben ganz anders sein kann, dass sie nicht für immer in dem erlittenen Unglück gefangen bleiben müssen", so Sevenants. Die in China sozial ausgegrenzten Kinder von Häftlingen oder Hingerichteten werden in ihrem Heimatland nach der Rückkehr aus dem Ausland oft ganz anders behandelt: Plötzlich steigen sie durch ihre Europa-Erfahrung im Ansehen der Leute, die bisher nichts mit ihnen zu tun haben wollten.

Wenn die neun chinesischen Kinder am Sonntag (15.2.) wieder ihre Koffer packen, werden sie viel zu erzählen haben: Während ihres Aufenthaltes lernen sie sowohl die Berge als auch das Meer kennen, zudem stehen eine Besichtigung von Valldemossa sowie ein Besuch des PalmaAquarium und der Tanzschule Top Dance auf dem Programm.

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