Frühgeburten auf Mallorca: Lydia Carnesecca ist kein Einzelfall

28.08.2015 | 09:31

Für den Leiter der Frühgeborenenstation von Son Espases, Pere Balliu, sind Urlauberinnen, die ihre Kinder unerwartet und somit zu früh zur Welt bringen nichts Neues. Solche Fälle gebe es rund ums Jahr, in der Hauptsaison häuften sie sich. Genaue Zahlen kann er spontan nicht nennen, der Anteil sei jedoch erheblich. Im länder­übergreifenden Vergleich machen Frühgeborene 8 bis 10 Prozent aller Geburten aus.

Von Frühgeburt spricht man bei allen Kindern, die vor der 37. Schwangerschaftswoche (SSW) auf die Welt kommen. Diese Kinder werden wiederum in zwei Gruppen ­unterschieden: mäßig Früh­geborene mit einem Geburtsgewicht unter 2.500 Gramm, die zwischen der 32. und 36. SSW geboren sind, und sehr Frühgeborene mit einem Geburtsgewicht unter 1.500 Gramm. Sie kommen vor dem Ende der 32. SSW zur Welt. „Ab der 24. Woche sind die Babys überlebensfähig. Aber je kleiner und leichter sie bei der Geburt sind, desto mehr Probleme treten erfahrungsgemäß in der Folge auf", sagt Balliu.

Er würde trotzdem nicht grundsätzlich davon abraten, schwanger zu verreisen: „Das muss jeder selbst wissen. Aber es ist wichtig, das Risiko zu kennen."

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