Über 13.000 Mallorquiner suchen einen Seitensprung im Internet

Vor allem Bewohner von Palma haben sich im Untreueportal Ashley Madison angemeldet. Nach Datenklau wollen nur 27 eine Löschung ihres Kontos

03.09.2015 | 10:14
Seitensprünge sollte man vielleicht doch besser nicht im Internet verabreden.

13.380 Mallorquiner suchen im Internet ganz offiziell einen Seitensprung. So viele Insulaner haben sich bei dem Untreueportal Ashley Madison angemeldet. Nicht verwunderlich, dass die meisten davon aus Palma de Mallorca kommen (7.660 Nutzer), gefolgt von Manacor (762) und Inca (747). Erstaunlicher muten da schon eher die 34 registrierten Namen im 4.000-Einwohner-Dörfchen Selva oder die 56 Personen, die sich aus dem 5.500-Seelen-Ort Lloseta eingeschrieben haben.

In aller Munde ist das Onlineportal mit weltweit fast 40 Millionen registrierten Nutzern seit Mitte August, als Hacker die Daten eines großen Teils der Mitglieder stahlen. Doch die Mallorquiner kann so etwas kaum schocken: Lediglich 27 Nutzer baten bis Ende der Woche darum, ihre Konten zu löschen.

Für mehr Aufsehen hatte der Datenklau in Kanada gesorgt. Dort werden inzwischen zwei Selbstmorde mit dem Hacker-Angriff auf Ashley Madison in Verbindung gebracht. Wie sehr das kanadische Portal mitten in der Gesellschaft angekommen ist, zeigen die User aus allen Schichten. Unter anderem soll ein Hollywood-Schauspieler, ein amerikanischer Profi-Fußballer oder auch ein Generalstaatsanwalt Konten besitzen.

Für den Angriff auf die Plattform wird die Hackergruppe "The Impact Team" verantwortlich gemacht. Die Computerfreaks hatten vertrauliche Informationen über rund 32 Millionen Nutzer ins Internet gestellt. /jk

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